Die Hauptreisezeit – oft gleichbedeutend mit Hochsommer, überfüllten Stränden und Höchstpreisen – übt auf viele Reisende einen geringeren Reiz aus als das Versprechen von Ruhe, Authentizität und fairen Preisen. Doch die Entscheidung, abseits der Saison zu reisen, erfordert eine sorgfältige Planung, besonders wenn es um Inselziele geht. Denn hier hängt das Urlaubserlebnis oft unmittelbar vom Wetter ab.
Vielleicht kennst du das Gefühl: Du blätterst durch Reiseprospekte und fragst dich, ob das vermeintliche Inselparadies wirklich noch paradiesisch ist, wenn man es sich mit Tausenden anderer teilt. Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Inseln, deren Reiz sich gerade in der Vor- oder Nachsaison, der sogenannten Schulterzeit, optimal entfaltet. Weniger Menschen, angenehme Temperaturen für Aktivitäten und eine intensivere Begegnung mit der lokalen Kultur warten auf dich.
Dieser ausführliche Guide von noveltr.com hilft dir dabei, fundiert zu entscheiden, welche Inseln sich abseits der Saison lohnen. Wir beleuchten die Klimarisiken, die besten Reisezeiten für deine Aktivitäten und wie du deine Off-Season-Reise optimal planst.
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und Inspiration. Er ersetzt keine offizielle Reiseberatung und keine aktuellen Hinweise von Behörden oder Reiseanbietern. Bitte informiere dich vor der Buchung über die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise deines gewählten Reiseziels, beispielsweise beim Auswärtigen Amt.
Warum du abseits der Hauptsaison reisen solltest
Die Hauptsaison (typischerweise Juli/August in Europa, Dezember/Januar in Übersee-Trockenregionen) bietet zwar oft garantierte Sonne, bringt aber auch massive Nachteile mit sich. Wer bewusst die Schulterzeit (Frühling/Herbst) oder die gemäßigte Nebensaison wählt, profitiert auf mehreren Ebenen.

Definition: Schulterzeit vs. Nebensaison
Es ist wichtig, die Begriffe zu unterscheiden, um keine bösen Überraschungen zu erleben:
- Hauptsaison (Peak Season): Hochpreisig, maximale Auslastung, bestes Wetter. Oft für Inseln mit Strandfokus die einzige Zeit, in der das Meer wirklich warm ist.
- Schulterzeit (Shoulder Season): Die Zeiträume direkt vor oder nach der Hauptsaison (z.B. Mai/Juni oder September/Oktober im Mittelmeerraum). Die Temperaturen sind meist noch sehr angenehm, die Preise sinken bereits merklich, und die Infrastruktur ist noch voll funktionsfähig.
- Nebensaison (Low Season): Außerhalb der Schulterzeit. Niedrigste Preise, aber höhere Wetterrisiken und Einschränkungen bei Dienstleistungen (z.B. weniger Fährverbindungen, geschlossene Hotels oder Restaurants).
Für die meisten Inselziele, die wir hier betrachten, empfiehlt sich die Schulterzeit. In der echten Nebensaison (z.B. Winter in Griechenland oder Monsunzeit in Thailand) kann das Erlebnis stark eingeschränkt sein.
Die unschlagbaren Vorteile des Reisens außerhalb der Saison
Die Entscheidung für eine Reise in der Schulterzeit ist meist eine Abwägung zwischen Wettergarantie und Lebensqualität vor Ort.
- Geringere Kosten: Flüge und Unterkünfte können je nach Insel bis zu 40 % günstiger sein als in der Hochsaison. Du kannst oft luxuriösere Unterkünfte buchen, die in der Hauptsaison unerschwinglich wären.
- Weniger Menschen: Die Sehenswürdigkeiten sind nicht überlaufen, Strände werden ruhiger, und man muss nicht stundenlang auf den nächsten freien Tisch im Restaurant warten.
- Bessere Temperaturen für Aktivitäten: Extremtemperaturen (wie 40 °C im Mittelmeer-Hochsommer) werden vermieden. Ideale Bedingungen für Wandern, Radfahren oder Städtetrips.
- Authentischere Begegnungen: Die Einheimischen sind entspannter, haben mehr Zeit für Gespräche und die Atmosphäre ist weniger touristisch geprägt.
Insel-Geheimtipps für die Schulterzeit: Drei Regionen im Detail
Wir haben drei Regionen ausgewählt, die sich hervorragend eignen, um dem Hauptsaison-Trubel zu entgehen, ohne dass das Reiseerlebnis leidet.
1. Die Kanarischen Inseln (Spanien): Das ewige Frühlingswetter nutzen
Die Kanarischen Inseln (z.B. Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote) gelten als Ganzjahresziel. Gerade das macht sie perfekt für die Schulterzeit, da das Klima stabil bleibt, aber die typischen Winterflüchtlinge und Sommerurlauber fehlen.
Die beste Reisezeit abseits des Peaks
Die Hauptsaison auf den Kanaren findet im Winter (Dezember bis Februar) und im Hochsommer (Juli und August) statt. Die idealen Schultermonate sind:
- Mai/Anfang Juni: Die Temperaturen sind bereits sommerlich (22 °C bis 26 °C), das Wasser ist aufgeheizt, aber die Strände sind leer. Ideal für Wanderungen im Teide-Nationalpark oder auf La Gomera.
- September/Oktober: Das Meerwasser hat Höchsttemperaturen gespeichert, die Luft ist aber nicht mehr so drückend heiß wie im August. Die perfekte Zeit für Strandurlaub und Wassersport.
Was die Kanaren in der Schulterzeit bieten
In den Kanaren geht die Infrastruktur nie wirklich in den Winterschlaf. Der größte Vorteil ist, dass du alle Aktivitäten ohne die extreme Hitze oder die Menschenmassen der Hochsaison genießen kannst.
- Aktivurlaub: Im Mai oder Oktober lässt sich auf den Vulkaninseln hervorragend wandern, ohne dass die Sonne unerträglich brennt. Teneriffa und La Palma sind hierfür besonders geeignet.
- Lokale Feste: Die Schulterzeit fällt oft mit lokalen, weniger touristischen Festen zusammen (z.B. in kleineren Dörfern oder religiöse Prozessionen im Frühjahr).
- Günstigere Flüge aus DACH: Gerade im Mai und September sind die Direktflugpreise von Deutschland, Österreich und der Schweiz oft deutlich niedriger als zur Weihnachtszeit oder im August.
Mini-Szenario: Stell dir vor, du mietest im Oktober ein kleines Finca-Appartement im Norden Teneriffas. Tagsüber wanderst du durch grüne Wälder, genießt die Aussicht auf den Teide ohne Warteschlange, und abends kannst du in kleinen, typisch kanarischen Restaurants essen, die nicht von Touristenbussen frequentiert werden.
2. Die Griechischen Inseln: Fokus auf Kultur und Genuss (Mittelmeer)
Die griechische Inselwelt (z.B. Kreta, Rhodos, Korfu oder die Kykladen wie Naxos) ist im Hochsommer oft überfüllt und extrem heiß. Die Schulterzeiten sind hier goldwert, da die mediterrane Natur aufblüht oder noch lange warm ist.
Kreta und Rhodos im Fokus: Mai und Oktober
Diese großen, südlichen Inseln bieten eine lange Badesaison und eine robuste Infrastruktur, die auch außerhalb der Hauptzeit viel bietet.
- Mai/Anfang Juni: Die Landschaft ist unglaublich grün, die Wildblumen blühen, und die Temperaturen liegen oft zwischen 20 °C und 25 °C. Perfekt für die Samaria-Schlucht auf Kreta. Das Meer ist zwar noch kühl (18 °C bis 20 °C), aber für eine kurze Erfrischung geeignet.
- September/Anfang Oktober: Die ideale Badezeit. Das Meer ist auf 24 °C bis 26 °C aufgeheizt, die Luft kühlt langsam ab (25 °C bis 28 °C). Die Preise sind jedoch schon deutlich günstiger als im August.
Weniger Trubel, mehr Authentizität
Der größte Gewinn beim Besuch griechischer Inseln in der Schulterzeit ist der Zugang zu den antiken Stätten. Kreta und Rhodos sind reich an Geschichte, aber eine Besichtigung der minoischen Paläste oder der Akropolis von Lindos bei 40 °C im Juli ist eine Qual.
- Entspanntes Sightseeing: Im Mai oder Oktober kannst du die Sehenswürdigkeiten genießen, ohne in der prallen Mittagshitze zu stehen oder sich durch Menschenmassen kämpfen zu müssen.
- Genuss-Urlaub: Viele Tavernen bleiben geöffnet, da sie von Einheimischen besucht werden. Du erlebst die berühmte griechische Gastfreundschaft intensiver, da das Personal nicht unter dem Hochsaison-Stress leidet.
- Fährverbindungen: Obwohl sie im Winter abnehmen, sind die Fährverbindungen zwischen den Inseln in der Schulterzeit noch sehr stabil, was Inselhopping erleichtert.
3. Südostasien: Die Wetten auf die Schulterzeit wagen
Südostasien (z.B. Thailand, Vietnam, Malaysia) ist komplexer, da die Saison von Monsunen und lokalen Regenzeiten abhängt. Die absolute Hochsaison liegt typischerweise zwischen Dezember und Februar (Trockenzeit).
Thailand (Andamanensee): November und April als Übergangsmonate
Wer bereit ist, ein leicht erhöhtes Wetterrisiko in Kauf zu nehmen, findet in den Übergangsmonaten von Trocken- zu Regenzeit (und umgekehrt) Inseln, die sich lohnen.
- November (Frühe Trockenzeit): Der Monsun hat sich meist verzogen, die Landschaft ist frisch und grün. Viele Resorts öffnen gerade erst wieder und locken mit Eröffnungsangeboten. Es kann noch kurze Schauer geben, aber sie sind selten tagesfüllend.
- April/Anfang Mai (Späte Trockenzeit): Kurz bevor die eigentliche Regenzeit beginnt. Es ist heiß, aber die touristischen Massen sind bereits abgereist. Die Preise fallen stark. Die Inseln im Golf von Thailand (z.B. Koh Samui, Koh Phangan) haben in dieser Zeit oft stabileres Wetter als die Andamanensee (Phuket, Krabi).
Wie du das Wetterrisiko in der asiatischen Nebensaison minimierst
Der Schlüssel zum Erfolg in der Nebensaison Asiens liegt in der Flexibilität und der Akzeptanz, dass es regnen kann. Die Regenschauer sind oft kurz und heftig (typischerweise am Nachmittag oder in der Nacht) und kühlen die Luft dann angenehm ab.
- Insel-Switch: Achte auf das Mikroklima. Wenn die Andamanenseite (Westküste Thailands) nass ist, kann die Golfseite (Ostküste) trocken sein – und umgekehrt. Das macht Inseln wie Koh Samui oder Koh Phangan im europäischen Sommer interessant, wenn der Rest Südostasiens im Monsun versinkt.
- Fokus auf Indoor-Aktivitäten: Nutze die Vormittage für Strände und Outdoor-Aktivitäten. Wenn der Regen einsetzt, ist die perfekte Zeit für Kochkurse, Massagen oder Tempelbesuche.
- Verhandlungsspielraum: In der Nebensaison hast du oft größeren Spielraum bei der Zimmerwahl oder kannst spontan zusätzliche Nächte zu niedrigeren Tarifen buchen.
Aktivitäten und Erlebnisse in der Off-Season
Abseits der Saison geht es weniger um reinen Strandurlaub, sondern mehr um das Entdecken der Destination selbst. Die milderen Temperaturen ermöglichen Aktivitäten, die im Hochsommer oft zu anstrengend sind.
Fokus auf Natur und Bewegung
Inseln in der Schulterzeit sind ideal für Reisende, die mehr wollen, als nur am Pool liegen.
- Wandern: Auf den Kanaren oder griechischen Inseln ist die Landschaft im Frühling grün und blühend. Die Temperaturen sind optimal für lange Tageswanderungen.
- Tierbeobachtung: Viele Tierarten zeigen sich in den kühleren Monaten aktiver. Speziell auf Inseln mit großer Biodiversität kann dies ein großer Vorteil sein.
- Radfahren/Mountainbiking: Besonders auf Mallorca (obwohl keine typische Off-Season-Insel, ist sie im Frühjahr ein Radfahrerparadies) oder auf den Kanaren ist Radfahren im Sommer aufgrund der Hitze kaum möglich, in der Schulterzeit aber ideal.
Kultureller Austausch und Kulinarik
Wenn die touristische Hektik nachlässt, öffnen sich die Türen zur lokalen Kultur oft weiter.
- Marktbesuche: Lokale Märkte sind authentischer, da sie nicht primär auf Touristen ausgerichtet sind. Man trifft mehr Einheimische und die Preise sind fairer.
- Kochexperimente: Nutze die Regentage in Asien oder die kühleren Abende im Mittelmeer, um an Kochkursen teilzunehmen.
- Fotografie: Die Lichtverhältnisse in der Vor- und Nachsaison sind oft weicher und dramatischer als das grelle Mittagslicht im Hochsommer – perfekt für atmosphärische Fotos.
Praktische Planung: Budget und die Herausforderungen der Nebensaison
Eine Reise abseits der Saison erfordert eine andere Art der Vorbereitung als ein Pauschalurlaub im Hochsommer. Du gewinnst Flexibilität und sparst Geld, musst aber mit gewissen Einschränkungen rechnen.
Was du bei der Buchung und vor Ort beachten musst
1. Budget und Kosten
Während die Kosten für Flüge und Unterkunft drastisch sinken können, bleiben die Preise für alltägliche Ausgaben (Lebensmittel, Treibstoff, Eintritte) oft stabil. Du sparst hauptsächlich bei den großen Posten.
- Flugbuchung: Buche so früh wie möglich, da gerade die Frequenz der Flüge zu kleineren Inseln in der Nebensaison sinkt. Das Angebot wird kleiner, auch wenn die Nachfrage geringer ist.
- Mietwagen: Mietwagen sind in der Nebensaison günstiger und leichter verfügbar. Dies ist ein großer Vorteil, da auf Inseln wie Kreta oder den Kanaren ein Mietwagen essenziell ist.
- All-Inclusive vs. Individuell: Viele große All-Inclusive-Anlagen schließen in der echten Nebensaison. Die Schulterzeit eignet sich hervorragend für individuelle Reisen in kleinen, familiengeführten Unterkünften (Boutique-Hotels, Fincas).
2. Infrastruktur und Öffnungszeiten
Auf kleinen, stark vom Tourismus abhängigen Inseln kann die Infrastruktur in der echten Nebensaison eingeschränkt sein. Prüfe vorab:
- Fährverbindungen: Wie oft fährt die Fähre? Sind alle Routen noch bedient?
- Restaurants und Bars: Sind die kleinen Strandbars (Tavernen, Chiringuitos) noch geöffnet? Große Städte sind meist unbeeinflusst, aber kleine Küstenorte können “ausgestorben” wirken.
- Museen/Attraktionen: Die Öffnungszeiten können verkürzt sein. Es ist ratsam, die Zeiten direkt auf der Website der Attraktion zu prüfen.
Die Akzeptanz des Wetterrisikos und der Notfallplan
Gerade wenn du in die Schulterzeit reist, musst du akzeptieren, dass du vielleicht nicht jeden Tag perfekte 30 °C hast. Ein Regentag kann immer dabei sein. Hier sind Tipps, um das Beste daraus zu machen:
- Plan B einbauen: Plane Aktivitäten ein, die auch bei schlechtem Wetter Spaß machen (z.B. Spa-Besuche, Weinproben, Kochkurse).
- Koffer richtig packen: Neben der Badehose gehört im Mai oder Oktober in Griechenland auch eine leichte Regenjacke und ein Pullover in den Koffer, falls die Abende kühl werden. In Asien sind schnell trocknende Materialien Gold wert.
- Reiseversicherung: Stelle sicher, dass deine Reiseversicherung auch unerwartete Zwischenfälle abdeckt, falls beispielsweise Fährverbindungen aufgrund starker Stürme ausfallen sollten (was in der Übergangszeit häufiger vorkommen kann).
Reiseszenarien: Wann welche Insel am besten passt
Die Wahl der Insel hängt stark davon ab, was du in deiner Off-Season-Reise erleben möchtest.
Szenario 1: Der Aktiv- und Kultururlaub (Frühling)
Du liebst Wandern, Sightseeing und blühende Landschaften, brauchst aber noch kein Badewetter.
- Wann? Mitte April bis Mitte Juni.
- Wo? Kreta (Griechenland) oder Madeira (Portugal).
- Warum? Die Natur ist in ihrer schönsten Form, die Temperaturen sind perfekt für lange Touren (20 °C bis 24 °C), und die Sehenswürdigkeiten sind fast leer. Du kannst die Samaria-Schlucht oder die Levadas von Madeira in aller Ruhe erkunden.
Szenario 2: Der Badeurlaub mit Preisvorteil (Spätsommer)
Du möchtest garantiert warmes Meerwasser, möchtest aber die Augustpreise vermeiden.
- Wann? Mitte September bis Ende Oktober.
- Wo? Rhodos (Griechenland) oder Gran Canaria (Spanien).
- Warum? Das Mittelmeer bzw. der Atlantik ist nach dem langen Sommer maximal aufgeheizt. Die Lufttemperatur liegt immer noch über 25 °C. Ideal für Strandtage, Schwimmen und Wassersport, aber ohne die überfüllten Liegenreihen der Hauptsaison.
Szenario 3: Die mutige Fernreise (Übergangszeit Asien)
Du bist flexibel, hast ein begrenztes Budget für eine Fernreise und nimmst gelegentliche Schauer in Kauf.
- Wann? November oder Mai.
- Wo? Die Golfküste Thailands (Koh Samui, Koh Phangan).
- Warum? Flüge und Luxusunterkünfte sind in der Übergangszeit stark reduziert. Die Regenzeit ist entweder gerade erst am Abklingen (November) oder noch nicht im vollen Gange (Mai). Du genießt die tropische Atmosphäre mit weniger Touristen.
Fazit: Dein Weg zur entspannten Inselreise
Die Frage, welche Inseln sich abseits der Saison lohnen, lässt sich klar beantworten: Es sind jene Inseln, die entweder über ein ganzjährig stabiles Klima (Kanaren) verfügen oder deren wahre Attraktionen (Kultur, Natur, Wandern) durch die milderen Temperaturen in der Schulterzeit erst richtig zur Geltung kommen (Griechenland, Madeira).
Wenn du Wert auf Authentizität, niedrigere Preise und entspannte Begegnungen legst, dann ist die Schulterzeit deine optimale Reisezeit. Wähle deine Destination basierend auf dem primären Ziel – ob Badeurlaub (September/Oktober) oder Aktivurlaub (Mai/Juni) – und sei auf gelegentliche Wetterschwankungen vorbereitet.
Die wichtigsten Schritte für deine Off-Season-Planung:
- Klimatabelle prüfen: Vergleiche die Durchschnittstemperaturen und Regentage der Schultermonate genau, um sicherzustellen, dass das Wetter zu deinem Vorhaben passt.
- Fokus auf Lokales: Suche gezielt nach kleineren, lokalen Hotels oder Fincas, die auch außerhalb der Hochsaison geöffnet sind.
- Mietwagen früh buchen: Auf den größeren Inseln ist die Mobilität in der Nebensaison entscheidend, um die geöffneten Attraktionen und Restaurants zu erreichen.
Wir wünschen dir eine inspirierende und unvergessliche Reise – fernab vom Trubel der Hochsaison!

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Inselreise abseits der Saison
Wann ist die Nebensaison im Mittelmeer am günstigsten?
Die günstigsten Perioden im Mittelmeer sind typischerweise November bis März, mit Ausnahme der Weihnachts- und Osterfeiertage. Die Schulterzeit (Mai, Juni, September, Oktober) bietet zwar noch gute Preise, liegt aber aufgrund des besseren Wetters preislich leicht über der echten Nebensaison.
Welche Inseln in Europa bieten sich für einen warmen Strandurlaub im Oktober an?
Im Oktober bieten die südlichsten Inseln Europas noch verlässliches Badewetter. Dazu gehören Kreta und Rhodos in Griechenland sowie Zypern und die Kanarischen Inseln (speziell Fuerteventura und Gran Canaria), wo das Meerwasser noch warm ist und die Tagestemperaturen oft 25 °C überschreiten.
Muss ich befürchten, dass Restaurants in der Nebensaison geschlossen sind?
Auf großen Inseln mit vielen Einwohnern (wie Teneriffa oder Kreta) bleiben Restaurants in touristischen Zentren und Städten geöffnet. In kleinen, saisonabhängigen Küstendörfern kann es vorkommen, dass kleinere Tavernen oder Strandbars ab Mitte Oktober schließen. Dies ist ein guter Grund, in größeren Orten oder Regionen mit ganzjähriger Bevölkerung zu übernachten.
Sind Inseln in der Karibik oder im Indischen Ozean im Sommer eine Option?
Ja, unter bestimmten Bedingungen. Viele Inseln im Indischen Ozean (wie die Seychellen) haben im europäischen Sommer (Juni bis August) ihre kühlere, aber trockene Jahreszeit. Die Karibik hat zu dieser Zeit oft günstigeres Wetter als in der späten Hurrikansaison (September/Oktober), ist aber insgesamt in den Sommermonaten heißer und feuchter als im europäischen Winter.
Brauche ich in der Nebensaison auf den Inseln einen Mietwagen?
Auf den meisten größeren Inseln (Kanaren, Kreta, Korsika) ist ein Mietwagen in der Nebensaison dringend empfohlen. Der öffentliche Nahverkehr ist oft reduziert, und Taxis sind in kleineren Orten schwerer zu finden. Zudem sind die Mietpreise in der Schulterzeit niedriger, was die Entscheidung erleichtert.
