Inselhopping Griechenland: 5 Top-Routen für 10 bis 14 Tage

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Griechenland, das Land der Götter, der Mythologie und des tiefblauen Wassers, bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Vielfalt seiner Landschaft kennenzulernen: das Inselhopping. Mit über 6.000 Inseln, von denen etwa 227 bewohnt sind, kann die Planung jedoch überwältigend sein. Viele Reisende fragen sich: Wie wählt man die richtige Route? Welche Inseln lassen sich in 10 oder 14 Tagen entspannt miteinander verbinden?

Als Ihr erfahrener Redakteur für unvergessliche Reisen wissen wir, dass die perfekte Route mehr ist als nur eine Aneinanderreihung von Zielen. Sie muss logistisch machbar sein, zu Ihrem Budget passen und die richtige Mischung aus Abenteuer und Erholung bieten.

In diesem tiefgehenden Artikel stellen wir Ihnen die 5 besten Routen für Inselhopping in Griechenland vor, die sich ideal für einen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen eignen. Wir liefern Ihnen fundierte, ehrliche und sofort umsetzbare Informationen zur Planung, zu den besten Reisezeiten und zu den Must-Sees der jeweiligen Inselgruppen. Nach der Lektüre dieses Artikels haben Sie alle Werkzeuge in der Hand, um Ihre persönliche griechische Traumreise zu buchen.


Warum Inselhopping in Griechenland? Die Grundlagen für Ihre Planung

Inselhopping, oder Pame Paro (von Insel zu Insel gehen), ist die Quintessenz des griechischen Urlaubserlebnisses. Es ermöglicht Ihnen, innerhalb weniger Tage dramatisch unterschiedliche Kulturen, Architekturen und Landschaften zu erleben – von den vulkanischen Klippen Santorins bis zu den grünen Hängen der Ionischen Inseln.

Ideale Reisezeit und Klima

Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist entscheidend für ein gelungenes Inselhopping-Erlebnis. Die beste Reisezeit für die meisten Ägäis-Inseln liegt im Frühling (Mai bis Anfang Juni) und im Spätherbst (September bis Mitte Oktober).

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  • Hauptsaison (Juli & August): Extreme Hitze (oft über 35°C), überfüllte Strände und hohe Preise. Fähren und Unterkünfte müssen weit im Voraus gebucht werden. Allerdings ist die Frequenz der Fährverbindungen am höchsten.
  • Nebensaison (Mai, Juni, September, Oktober): Die perfekte Balance. Das Wetter ist warm (22–28°C), das Meer angenehm zum Baden, die Preise sind moderater und die Inseln sind deutlich ruhiger. Dies ist unsere klare Empfehlung für 10- bis 14-tägige Reisen.
  • Winter (November bis April): Viele Fährverbindungen werden eingestellt, touristische Infrastruktur schließt. Inselhopping ist hier logistisch schwierig und wenig empfehlenswert.

Transport und Logistik: Fähren und Flugverbindungen

Die Fähren sind das Lebenselixier des Inselhoppings. Griechische Fährgesellschaften wie Blue Star Ferries, Hellenic Seaways und SeaJets bieten schnelle (High-Speed-Katamarane) und langsame (konventionelle Fähren) Verbindungen an. Langsame Fähren sind günstiger, bieten aber oft komfortable Übernachtungskabinen auf längeren Strecken.

Wichtige Tipps zur Logistik:

  • Früh buchen: Gerade in der Hochsaison sollten Sie Fährtickets einige Wochen im Voraus sichern, besonders wenn Sie mit dem Auto reisen.
  • High-Speed vs. Konventionell: High-Speed-Fähren sind schneller, aber teurer und oft anfälliger für Verspätungen bei starkem Wind (Meltemi-Winde im August).
  • Wind und Verspätungen: Planen Sie immer einen Puffer ein. Sollten Sie auf eine andere Insel fliegen wollen, verbringen Sie die letzte Nacht vor dem Abflug unbedingt auf der Insel mit dem Flughafen.
  • Gepäck: Reisen Sie leicht. Sie werden Ihr Gepäck oft selbst von der Fähre zur Unterkunft transportieren müssen.

Planungsgrundlagen: So gelingt Ihre 10–14-tägige Route

Der Schlüssel zu einem entspannten Inselhopping liegt in der Reduzierung der Stopps. Für eine 10-tägige Reise empfehlen wir maximal 3 Inseln. Für 14 Tage sind 3 bis 4 Inseln realistisch, um nicht ständig im Hafen auf die nächste Fähre zu warten. Weniger ist hier oft mehr.

Budgetplanung: Womit Sie rechnen müssen

Die Kosten für Inselhopping können stark variieren. Große, bekannte Inseln wie Mykonos und Santorin sind deutlich teurer als kleine, weniger touristische Ziele wie Naxos oder Folegandros.

  • Unterkunft: Rechnen Sie außerhalb der Hauptsaison (Mitte) mit 60–100 € pro Nacht für ein gutes Doppelzimmer. In der Hochsaison oder auf Luxusinseln kann dies leicht 150–300 € übersteigen.
  • Fähren: Je nach Geschwindigkeit und Distanz kosten Fährtickets zwischen 20 € (kurze Strecken) und 80 € (lange Strecken oder High-Speed-Verbindungen). Für einen 14-tägigen Trip mit 3 Inselwechseln sollten Sie 150–250 € pro Person einkalkulieren.
  • Tägliche Kosten (Essen/Aktivitäten): In kleineren Tavernen können Sie gut und günstig essen (ca. 15–20 € pro Person für ein Abendessen). Auf den bekannten Hotspots liegen die Preise höher. Planen Sie 60–90 € pro Person und Tag für Essen und lokale Transportmittel.

Das Tempo bestimmen: Pacing-Tipps

Versuchen Sie, die Inseln nach Nähe zu gruppieren. Lange Fährfahrten fressen schnell einen halben bis ganzen Urlaubstag auf. Die Zeit auf der Insel selbst sollte mindestens 3 Nächte betragen, um wirklich anzukommen, Strände zu erkunden und nicht nur die Oberfläche zu sehen.

Beispiel für 12 Tage / 3 Inseln:

Ankunft/Startinsel (4 Nächte) → 1. Inselwechsel (3 Nächte) → 2. Inselwechsel (3 Nächte) → Letzte Insel vor Abflug (2 Nächte).

Dabei sollte die letzte Insel idealerweise einen internationalen Flughafen haben (z.B. Athen, Mykonos, Santorin, Rhodos), um den Heimflug sicherzustellen.


Route 1: Die Klassiker – Kykladen für Einsteiger (10–14 Tage)

Die Kykladen sind die ikonischste Inselgruppe Griechenlands, bekannt für ihre weißen Häuser mit blauen Dächern, die Windmühlen und die dramatischen Sonnenuntergänge. Diese Route ist perfekt für Ersttäter, die das “Postkarten-Griechenland” erleben möchten, aber sie erfordert eine gute Vorausplanung, da diese Inseln am beliebtesten sind.

Die ideale Kombination (4 Inseln in 14 Tagen)

Wir empfehlen eine Kombination, die sowohl das berühmte Spektakel als auch authentische Erholung bietet:

  1. Santorin (Thira) (3 Nächte): Fokus auf die Caldera, Oia (Sonnenuntergänge) und Weinproben. Achtung: Sehr touristisch und teuer.
  2. Ios oder Mykonos (2–3 Nächte): Ios für entspannteres, günstigeres Nachtleben und tolle Strände. Mykonos für Jetset, Luxus-Shopping und berühmte Beach Clubs.
  3. Naxos (4 Nächte): Die größte Kykladeninsel, ideal für Familien oder Aktivurlauber. Sie bietet die besten Sandstrände (Plaka, Agios Prokopios) und hervorragende Wandermöglichkeiten im bergigen Inland.
  4. Paros (3–4 Nächte): Ein perfekter Mix aus dem Chic von Mykonos und der Entspanntheit von Naxos. Besuchen Sie die malerischen Dörfer Naoussa und Lefkes.

Highlights und Aktivitäten

Auf den Kykladen geht es um Ästhetik, Strandleben und Geschichte. Auf Naxos können Sie sich ein Quad mieten, um das Hinterland zu erkunden. Auf Santorin sollten Sie unbedingt eine Bootstour in die Caldera unternehmen.

Tipp zur Logistik: Die Fährverbindungen zwischen diesen vier Inseln sind ausgezeichnet. Sie können oft morgens ablegen und mittags am nächsten Ziel ankommen, sodass der halbe Tag für Erkundungen bleibt. Santorin (JTR) und Mykonos (JMK) haben internationale Flughäfen, was die An- und Abreise sehr erleichtert.


Route 2: Kulturelle Tiefe – Die Saronischen Inseln (10 Tage)

Die Saronischen Inseln liegen im Saronischen Golf, nur einen Katzensprung von Athen (Piräus) entfernt. Diese Route ist ideal für Reisende, die wenig Zeit haben (perfekt für 10 Tage), lange Fährfahrten vermeiden möchten und Athen in ihre Reise integrieren wollen. Die Saronischen Inseln sind deutlich grüner und strahlen einen kosmopolitischeren, aber gleichzeitig ruhigeren Charme aus als die Kykladen.

Fokus auf Geschichte und Charme

Diese Route zieht historisch interessierte Reisende und lokale Athener an, die dem Trubel der Großstadt entfliehen wollen.

  1. Ägina (2 Nächte): Bekannt für seine Pistazienhaine und den beeindruckenden Tempel der Aphaia. Ägina ist sehr lebhaft und leicht mit der Fähre zu erreichen (ca. 1 Stunde).
  2. Hydra (4 Nächte): Die Insel, auf der Autos verboten sind! Der Transport erfolgt hier ausschließlich per Esel oder Wassertaxi. Hydra strahlt einen einzigartigen, fast zeitlosen Glamour aus und ist perfekt für lange Spaziergänge entlang der Küste und in den Gassen.
  3. Spetses (3 Nächte): Eine elegante Insel mit reicher Seefahrtsgeschichte. Hier finden Sie Herrenhäuser im neoklassizistischen Stil. Man kann die Insel bequem mit dem Fahrrad umrunden.

Perfekt für kurze Distanzen

Der größte Vorteil dieser Inselgruppe ist die Nähe zum Festland. Die Fährfahrten dauern meist nur 1 bis 3 Stunden. Dadurch können Sie auch bei unvorhergesehenen Wetteränderungen schnell reagieren oder spontan einen Tag länger auf einer Insel bleiben, ohne den gesamten Reiseplan zu gefährden.

Reise-Szenario: Anna plant 10 Tage
Anna möchte Athen mit Inselhopping verbinden. Sie fliegt nach Athen (ATH), verbringt dort 2 Tage, fährt dann nach Piräus und nimmt die Fähre nach Ägina (2 Nächte). Von Ägina geht es weiter nach Hydra (3 Nächte) und schließlich nach Spetses (3 Nächte). Am letzten Tag nimmt sie die schnelle Fähre zurück nach Piräus, um ihren Rückflug entspannt zu erreichen. Ihre Logistik ist sicher und die gesamte Reisezeit bleibt entspannt.


Route 3: Abenteuer und Natur – Die Dodekanes (14 Tage)

Die Dodekanes (Zwölf Inseln) liegen nahe der türkischen Küste und bieten einen spannenden Mix aus byzantinischer Geschichte, mittelalterlichen Festungen und italienischem Einfluss. Diese Route ist weitläufiger als die Kykladen und erfordert einen längeren Aufenthalt (ideal 14 Tage), da die Fährzeiten zwischen den Inseln länger sein können.

Unterschiedliche Atmosphären erleben

Diese Route bietet eine intensive kulturelle Vielfalt und ist ideal für Reisende, die sich nicht nur auf die typischen griechischen Bilder beschränken wollen.

  1. Rhodos (4 Nächte): Die Hauptinsel mit dem beeindruckenden mittelalterlichen Stadtkern, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Perfekt für Geschichtsliebhaber und Strandurlauber (Lindos).
  2. Kos (4 Nächte): Bekannt für seine historischen Stätten (Asklepieion) und hervorragende Radwege. Kos bietet eine entspannte Atmosphäre und gute touristische Infrastruktur.
  3. Patmos (3 Nächte): Die “Heilige Insel”, bekannt als der Ort, an dem Johannes die Offenbarung schrieb. Eine ruhige, spirituelle Insel mit einem atemberaubenden Chora (Oberstadt) rund um das Johanneskloster.
  4. Leros/Kalymnos (3 Nächte): Leros ist ruhig und authentisch, mit charmanten Art-Déco-Bauten. Kalymnos ist das Mekka für Kletterer und Taucher und bietet eine raue, ursprüngliche Landschaft.

Herausforderung: Längere Fährfahrten meistern

Die Dodekanes-Inseln liegen weiter voneinander entfernt als die Kykladen, und die Fährrouten sind nicht immer zirkulär. Für die Strecke von Rhodos nach Patmos können Sie mit 6 bis 8 Stunden Fahrzeit rechnen. Planen Sie diese längeren Fahrten strategisch am Vormittag oder über Nacht ein, um keine wertvolle Zeit an Land zu verlieren.

Logistik-Tipp: Rhodos (RHO) und Kos (KGS) verfügen über große internationale Flughäfen. Beginnen oder beenden Sie Ihre Route idealerweise auf einer dieser Inseln, um lange Anreisen vom Festland zu vermeiden.


Route 4: Ruhe und Authentizität – Die Kleinen Kykladen (10–14 Tage)

Diese Route ist für diejenigen gedacht, die den touristischen Massen entfliehen und das ursprüngliche, entschleunigte Griechenland erleben wollen. Die “Kleinen Kykladen” (Minor Cyclades) liegen östlich von Naxos und sind nur durch lokale Fähren wie die Skopelitis Express verbunden. Diese Reise ist weniger über Sehenswürdigkeiten und mehr über Atmosphäre.

Entschleunigung pur: Die Essenz der Inseln

Diese Mini-Inseln haben kaum asphaltierte Straßen, keine Banken (manchmal nicht einmal einen Geldautomaten) und wenige Hotels. Sie bieten dafür kristallklares Wasser, einsame Strände und eine unglaubliche Gastfreundschaft.

  1. Koufonisia (Ano und Kato) (4–5 Nächte): Oft als das Juwel der kleinen Kykladen bezeichnet. Ano Koufonisi ist der Dreh- und Angelpunkt, klein genug, um alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Kato Koufonisi ist unbewohnt und kann per Wassertaxi erreicht werden.
  2. Schinoussa (3–4 Nächte): Eine entspannte, landwirtschaftlich geprägte Insel, bekannt für ihre traditionellen Feste und lokalen Produkte. Ideal für lange, ruhige Abende in der Taverne.
  3. Donoussa (3–4 Nächte): Die nördlichste und wahrscheinlich ruhigste der Kleinen Kykladen. Hier finden Sie absolute Abgeschiedenheit und einige der besten Tauchspots.

Praktische Tipps für die Mini-Inseln

Da die Infrastruktur hier minimal ist, müssen Sie besser vorbereitet sein als auf den Hauptinseln:

  • Geld: Heben Sie ausreichend Bargeld auf Naxos oder Mykonos ab, bevor Sie anreisen. Geldautomaten sind selten und funktionieren nicht immer.
  • Fährabhängigkeit: Die Fährzeiten, insbesondere der kleinen lokalen Fähren (Skopelitis), sind stark wetterabhängig. Hier ist ein flexibler Zeitplan unerlässlich. Buchen Sie die Unterkunft mit der Möglichkeit zur kurzfristigen Stornierung.
  • Verpflegung: Die Auswahl an Restaurants ist gering, aber die Qualität der lokalen Küche ist oft hervorragend. Probieren Sie unbedingt frischen Fisch.

Route 5: Grün und Ursprünglich – Die Ionischen Inseln (14 Tage)

Die Ionischen Inseln liegen an der Westküste Griechenlands im Ionischen Meer und sind geologisch und klimatisch völlig anders als die Kykladen. Aufgrund des stärkeren Niederschlags sind sie deutlich grüner, üppiger und von venezianischer und britischer Architektur geprägt. Diese Route erfordert oft separate Flugverbindungen oder eine lange Autofahrt, da sie nicht mit dem Ägäis-Fährnetz verbunden ist.

Klima und beste Reisezeit

Die Ionischen Inseln sind besonders im Frühsommer (Mai, Juni) atemberaubend grün. Die Temperaturen sind im Sommer ähnlich hoch wie in der Ägäis, aber die Luftfeuchtigkeit kann höher sein. Viele Strände, insbesondere auf Zakynthos und Kefalonia, sind von dramatischen Klippen umgeben.

Must-See in der Ionischen Gruppe

  1. Korfu (Kerkyra) (5 Nächte): Die größte und eleganteste Ionische Insel. Besuchen Sie die UNESCO-geschützte Altstadt von Korfu-Stadt, die eine einzigartige venezianische Atmosphäre bietet, und den Achilleion-Palast.
  2. Kefalonia (5 Nächte): Bekannt aus dem Roman und Film “Corellis Mandoline”. Kefalonia bietet spektakuläre Naturphänomene wie den Melissani-Höhlensee und den berühmten Myrtos Beach. Hierfür ist ein Mietwagen fast unerlässlich.
  3. Zakynthos (3–4 Nächte): Berühmt für die Navagio-Bucht (Schiffswrack), die derzeit aufgrund von Erdrutschgefahr nur aus der Ferne oder vom Boot aus betrachtet werden kann. Die Insel ist auch Heimat der Meeresschildkröten (Caretta caretta).

Wie funktioniert das Inselhopping hier?
Das Inselhopping zwischen Korfu, Kefalonia und Zakynthos ist weniger flüssig als in der Ägäis. Es gibt zwar Fähren, die die Inseln verbinden (insbesondere im Sommer), aber sie fahren oft seltener. Alternativ können Sie Inlandsflüge (z.B. von Korfu nach Kefalonia) in Betracht ziehen oder eine Mischung aus Fähre und Inlandsflug nutzen. Aufgrund der weitläufigen Natur der Inseln ist ein Aufenthalt von mindestens 4-5 Nächten pro Insel ratsam.

Anreise: Jede dieser drei Inseln (CFU, EFL, ZTH) hat einen eigenen internationalen Flughafen, was die An- und Abreise aus dem deutschsprachigen Raum sehr einfach macht.


Wichtige Checkliste für Ihren Griechenland-Trip

Eine gute Vorbereitung minimiert Stress und maximiert das Vergnügen beim Inselhopping. Hier sind einige essenzielle praktische Tipps:

1. Gesundheit und Sicherheit

  • Versicherung: Schließen Sie unbedingt eine umfassende Reisekrankenversicherung ab. Zwar sind die großen Inseln gut versorgt, aber die medizinische Infrastruktur auf den kleineren Inseln ist begrenzt.
  • Trinkwasser: Das Leitungswasser ist auf vielen Inseln trinkbar, aber fragen Sie immer in Ihrer Unterkunft nach. Auf kleinen Inseln sollte man auf Flaschenwasser umsteigen, um Magenprobleme zu vermeiden.
  • Notfallnummer: Die europäische Notrufnummer 112 gilt auch in Griechenland.

2. Lokale Gepflogenheiten und Kultur

  • Mittagspause (Siesta): Zwischen 14:00 und 17:00 Uhr schließen viele kleinere Geschäfte und Postämter. Planen Sie Ihre Besorgungen entsprechend.
  • Kleiderordnung: Beim Besuch von Klöstern und Kirchen ist auf angemessene Kleidung zu achten (Schultern und Knie bedeckt).
  • Trinkgeld: Trinkgeld ist üblich (ca. 5–10 % in Tavernen, wenn der Service gut war), aber weniger strikt als in Nordamerika.

3. Packtipps für Fährenreisende

Da Sie Ihr Gepäck häufig transportieren müssen, empfiehlt sich ein Rucksack oder eine Reisetasche anstelle eines Hartschalenkoffers.

  • Windfeste Kleidung: Auf den Fähren kann es, selbst im Hochsommer, wegen des Fahrtwindes sehr kühl werden. Eine leichte Jacke ist unverzichtbar.
  • Sonnenschutz: Die griechische Sonne ist intensiv. Hoher LSF, Hut und Sonnenbrille sind Pflicht.
  • Fährtickets: Viele Fährgesellschaften verlangen, dass Sie die Online-Buchung an einem lokalen Kiosk im Hafen gegen physische Tickets eintauschen. Planen Sie hierfür extra Zeit ein.

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Fazit: Ihre unvergessliche Griechenland-Reise wartet

Inselhopping in Griechenland ist eine der erfüllendsten Arten, dieses wunderschöne Land zu entdecken. Ob Sie sich für die weltberühmten Kykladen, die ruhige Abgeschiedenheit der Kleinen Kykladen oder die üppigen Landschaften der Ionischen Inseln entscheiden – mit der richtigen Planung gelingt Ihre 10- bis 14-tägige Reise mühelos.

Wir haben gesehen, dass die beste Zeit abseits der Hochsaison liegt (Mai/Juni oder September/Oktober) und dass die Reduzierung der Stopps (maximal 4 Inseln in 14 Tagen) entscheidend für einen entspannten Rhythmus ist. Nutzen Sie die Nähe der Saronischen Inseln für einen Kurztrip oder wagen Sie sich mit den Dodekanes auf eine historische Entdeckungsreise.

Wählen Sie Ihre Route basierend auf Ihren Präferenzen – möchten Sie fotografieren, entspannen, wandern oder feiern? Buchen Sie die Fähren im Voraus, packen Sie leicht und tauchen Sie ein in die warme Gastfreundschaft Griechenlands. Ihre persönliche, unvergessliche Reiseinspiration ist nun zur konkreten Planung bereit!


Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Inselhopping Griechenland

Brauche ich für das Inselhopping in Griechenland einen Mietwagen?

Auf den meisten kleinen Kykladeninseln oder auf Hydra ist ein Mietwagen unnötig. Auf den großen Inseln wie Naxos, Kreta, Rhodos oder Kefalonia ist ein Mietwagen jedoch dringend zu empfehlen, um das Hinterland und abgelegene Strände zu erkunden. Auf manchen Inseln (z.B. Naxos, Paros) sind Quads oder Roller eine gute Alternative.

Wie viel kostet eine 14-tägige Inselhopping-Reise ungefähr?

Die Kosten variieren stark je nach Komfort und Inselwahl. Für einen Mittelklasse-Urlaub (gute Unterkünfte, Essen in Tavernen, Fährkosten) sollten Sie in der Nebensaison mit etwa 1.500 € bis 2.500 € pro Person (ohne Flüge nach Griechenland) für 14 Tage rechnen. Luxusziele wie Mykonos und Santorin erhöhen dieses Budget deutlich.

Ist es besser, alle Fährtickets im Voraus zu buchen?

Für Reisen in der Hauptsaison (Juli/August) ist es ratsam, die Fährtickets mindestens 4–6 Wochen im Voraus zu buchen, besonders wenn Sie High-Speed-Fähren nutzen möchten. In der Nebensaison reicht es oft aus, die Tickets 2–3 Tage vor der Abreise zu kaufen, um flexibel auf das Wetter reagieren zu können.

Welche Inselgruppe ist am besten für Familien geeignet?

Die Inselgruppe der Kykladen mit Naxos und Paros ist besonders familienfreundlich. Naxos bietet große, flache Sandstrände und viele familiengeführte Unterkünfte. Die Ionischen Inseln, insbesondere Korfu und Kefalonia, sind ebenfalls eine sehr gute Wahl wegen ihrer grünen Landschaften und der guten Infrastruktur.

Kann man das Inselhopping spontan und ohne Buchung machen?

Spontanität ist in der Nebensaison (Mai, Ende September, Oktober) durchaus möglich, besonders auf kleineren Inseln. Im Juli und August ist Spontaneität jedoch riskant. Unterkünfte können ausgebucht sein, und die Fähren, vor allem auf beliebten Routen, sind oft voll. Wir raten dringend dazu, zumindest die Unterkünfte und die erste Fähre fest zu buchen.

Wie lange sollte ich auf einer Insel bleiben?

Um die Insel nicht nur abzuhaken, sondern wirklich kennenzulernen und zu entspannen, empfehlen wir ein Minimum von 3 Nächten (2 vollen Tagen) pro Insel. Größere Inseln wie Naxos, Rhodos oder Korfu erfordern 4 bis 5 Nächte.

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