Ruhige Griechische Inseln für Digitale Nomaden & Home-Office mit Meerblick

Die ruhigsten griechischen Inseln für digitale Nomaden & Home-Office mit Meerblick Bild

Der Wecker klingelt nicht. Statt Hektik hören Sie das sanfte Rauschen der Ägäis. Ihr Arbeitsplatz ist ein Balkon mit weitem Blick über das tiefblaue Meer, und die Mittagspause verbringen Sie mit frischem Tzatziki statt mit Kantinenessen. Für viele ist dies die ultimative Vision des modernen Arbeitens: Das Home-Office zu verlegen an einen Ort, wo die Sonne zuverlässig scheint und die Lebensqualität spürbar steigt.

Griechenland, das Land der tausend Inseln, hat sich in den letzten Jahren rasant zu einem attraktiven Ziel für digitale Nomaden und Remote Worker entwickelt. Doch wer Ruhe und Konzentration sucht, muss abseits der berühmten Hotspots wie Santorini, Mykonos oder Korfu suchen. Diese Inseln sind im Sommer oft überfüllt und laut, was dem produktiven Arbeiten nicht zuträglich ist.

Dieser tiefgehende Guide von noveltr.com hilft Ihnen, die idealen, ruhigen griechischen Inseln zu finden, die nicht nur eine inspirierende Kulisse, sondern auch die notwendige Infrastruktur für Ihr Home-Office mit Meerblick bieten. Wir beleuchten Visabestimmungen, prüfen die Internet-Geschwindigkeit und stellen Ihnen vier Insel-Juwele vor, auf denen Sie fokussiert arbeiten und gleichzeitig das authentische griechische Leben genießen können.

Nach der Lektüre dieses Artikels wissen Sie genau:

  • Welche logistischen Voraussetzungen (Visum, Internet) für das Remote Working in Griechenland gelten.
  • Wann die beste Reisezeit ist, um Ruhe und optimales Klima zu kombinieren.
  • Welche vier griechischen Inseln die perfekte Balance zwischen Ruhe, Infrastruktur und Lebensqualität bieten.
  • Wie Sie Ihren Arbeitsalltag so gestalten, dass Produktivität und Erholung Hand in Hand gehen.

Der Traum vom Griechischen Remote-Arbeitsplatz: Logistische Grundlagen

Bevor Sie den Laptop packen, ist es essenziell, die logistischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Griechenland hat erkannt, welches Potenzial in der wachsenden Community der digitalen Nomaden steckt und entsprechende Maßnahmen ergriffen, um den Aufenthalt zu vereinfachen.

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Visum und Aufenthaltsbestimmungen für Nomaden in Griechenland

Für Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (EU/EFTA-Länder) ist die Einreise nach Griechenland denkbar einfach. Sie benötigen lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und dürfen sich bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen ohne spezielle Formalitäten im Schengen-Raum aufhalten. Für längere Aufenthalte oder für Nicht-EU-Bürger wird es jedoch spezifischer:

Das Griechische Digital Nomad Visum

Seit 2025 bietet Griechenland ein spezielles „Digital Nomad Visum“ an. Dieses Visum ist für Nicht-EU-Bürger gedacht, die für ein Unternehmen außerhalb Griechenlands arbeiten (Remote Worker) oder als Selbstständige (Freelancer) tätig sind und ein ausreichend hohes Einkommen (derzeit ca. 3.500 Euro netto pro Monat, plus Zuschläge für Familienmitglieder) nachweisen können.

  • Ziel: Ermöglicht einen Aufenthalt von bis zu 12 Monaten, der einmalig verlängert werden kann, um eine zweijährige Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.
  • Vorteil: Die Beantragung erfolgt bei der griechischen Botschaft oder dem Konsulat in Ihrem Heimatland, bevor Sie einreisen.
  • Steuerhinweis: Obwohl das Visum den Aufenthalt erleichtert, sollten Sie sich unbedingt über Ihre steuerliche Situation informieren. Wer länger als 183 Tage in Griechenland verbringt, kann unter Umständen als steuerlich ansässig betrachtet werden. Eine professionelle Beratung ist hier unverzichtbar.

Internet-Geschwindigkeit und Infrastruktur-Check

Der malerischste Meerblick ist nutzlos, wenn die Internetverbindung während des wichtigen Video-Meetings zusammenbricht. Die Internet-Infrastruktur auf den griechischen Inseln hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, ist aber regional sehr unterschiedlich.

  • Große Inseln vs. Kleine Inseln: Ballungszentren wie Kreta, Rhodos oder Korfu haben oft Zugang zu VDSL oder sogar Glasfaser (FTTH), zumindest in den Hauptorten. Auf den kleineren, ruhigeren Inseln dominiert oft 4G/LTE oder älteres DSL.
  • Mobile Daten: Die Abdeckung durch mobile Netze (Cosmote, Vodafone GR, Wind) ist in Griechenland generell gut, selbst in abgelegenen Buchten. Eine lokale SIM-Karte mit einem großzügigen Datenpaket kann eine hervorragende Backup-Lösung sein.
  • Prüfpflicht bei Miete: Wenn Sie eine Unterkunft mieten, fragen Sie den Vermieter explizit nach der genauen Download- und Upload-Geschwindigkeit. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Aussage “Wir haben WLAN”. Tools wie Speedtest können helfen, die tatsächliche Leistung vorab zu überprüfen, wenn möglich.

Praxis-Tipp: Investieren Sie in einen guten mobilen Hotspot oder Router (MiFi-Gerät). Dieser kann Ihnen auf Inseln mit schwankender Festnetzqualität die nötige Flexibilität und Zuverlässigkeit bieten.

Die Auswahlkriterien: Was ruhige Inseln wirklich bieten müssen

Der Begriff “ruhig” ist subjektiv. Für einen Digitalen Nomaden bedeutet er jedoch nicht nur Abwesenheit von Massentourismus, sondern auch eine verlässliche Basis für den Arbeitsalltag. Wir haben die Kriterien definiert, die eine Insel ideal für das Remote Working machen.

Vermeiden Sie die klassischen Hotspots

Santorini und Mykonos sind atemberaubend schön, aber im Sommer unbezahlbar, überfüllt und laut. Kreta und Rhodos sind zwar groß und bieten gute Infrastruktur, aber der tägliche Pendelverkehr in den Hauptstädten kann stressig sein. Die wahren Schätze finden sich in den weniger bekannten Archipelen.

Anbindung und Gesundheitsversorgung

Ruhe bedeutet nicht Isolation. Gerade wenn Sie längere Zeit von der Insel aus arbeiten, benötigen Sie eine gute Anbindung und Zugang zu medizinischer Versorgung. Eine Insel sollte folgende Punkte erfüllen:

  • Fährverbindungen: Regelmäßige Fährverbindungen, idealerweise auch außerhalb der Hochsaison, sind essenziell. Flugverbindungen über einen kleineren nationalen Flughafen sind ein großer Pluspunkt (z.B. Karpathos, Ikaria).
  • Gesundheit: Mindestens ein funktionierendes medizinisches Zentrum (Kentro Ygeias) oder ein kleines Krankenhaus muss vorhanden sein, um im Notfall abgesichert zu sein.
  • Versicherung: Trotz guter lokaler Versorgung in Europa ist eine umfassende Auslandskrankenversicherung, die auch längere Aufenthalte abdeckt, unerlässlich.

Kosten: Budgetplanung abseits der Touristenhochburgen

Die Lebenshaltungskosten in Griechenland sind generell niedriger als in Mitteleuropa, aber auf den Inseln steigen sie aufgrund des Transports von Gütern. Auf den ruhigeren Inseln (Non-Hotspots) sind die Mietpreise jedoch deutlich geringer, besonders wenn Sie außerhalb der Monate Juli und August mieten.

In den Nebensaisons (April bis Juni und September bis Oktober) können Sie oft ein komplettes Haus oder eine komfortable Wohnung mit Meerblick für 500 bis 800 Euro pro Monat mieten. In Athen oder auf Mykonos wären diese Preise utopisch.

  • Mieten: Suchen Sie gezielt über lokale Agenturen oder Facebook-Gruppen nach Langzeitmieten (Dauer von drei Monaten oder länger). Das spart enorm Kosten.
  • Lebensmittel: Lokale Märkte und der Kauf von saisonalem Gemüse sind der Schlüssel zu einem günstigen und gesunden Leben.
  • Generelle Faustregel: Rechnen Sie auf den ruhigen Inseln mit etwa 25 % niedrigeren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Athen oder deutschen Großstädten, solange Sie die touristische Hochsaison meiden.

Mini-Szenario: Stellen Sie sich Maria vor, eine freiberufliche Texterin aus Zürich. Sie wählte Karpathos für ihre sechsmonatige Remote-Phase (Oktober bis März). Statt 1.800 CHF Miete in Zürich zahlte sie 650 Euro für eine geräumige Wohnung in Pigadia und sparte nicht nur Geld, sondern profitierte auch von der Ruhe und der lokalen Gastfreundschaft in der Nebensaison.

Insel-Porträts: Top 4 der ruhigsten Griechischen Inseln

Diese Inseln bieten eine ausgewogene Mischung aus funktionierender Infrastruktur, authentischem Flair und der notwendigen Ruhe, um den Fokus auf die Arbeit zu legen. Sie sind perfekt für jene, die eine tiefe Verbindung zum griechischen Lebensstil suchen.

1. Ikaria: Die Insel der Langlebigkeit und Entschleunigung

Ikaria, oft als eine der “Blue Zones” der Welt bezeichnet, ist berühmt für die Langlebigkeit ihrer Bewohner. Diese Insel in der östlichen Ägäis ist der Inbegriff des griechischen Konzepts der “Siga Siga” (langsam, langsam). Hektik ist hier ein Fremdwort.

Warum Ikaria ideal für Nomaden ist:

  • Infrastruktur: Die größeren Orte wie Agios Kirykos (Hauptstadt) und Evdilos verfügen über eine verlässliche Basis-Infrastruktur. Es gibt einen nationalen Flughafen und regelmäßige Fährverbindungen zum Festland.
  • Atmosphäre: Die Ikarier sind extrem offen und gastfreundlich. Der Fokus liegt auf Gemeinschaft und einem gesunden, entspannten Lebensstil. Ideal, um dem Burnout entgegenzuwirken.
  • Klima und Natur: Die Insel ist überraschend grün, mit heißen Quellen und rauer Küste. Perfekt für Wanderungen und Entspannung nach der Arbeit.

Home-Office Empfehlung: Suchen Sie eine Unterkunft in oder um Christos Rachon. Dieser Bergort ist bekannt für seine umgekehrten Geschäftszeiten (die Geschäfte öffnen oft erst am späten Nachmittag oder Abend), was die Ruhe am Vormittag für das Arbeiten garantiert.

2. Karpathos: Authentizität und Windkraft

Karpathos liegt in der südlichen Ägäis, zwischen Rhodos und Kreta. Sie ist eine relativ große Insel, aber nur der Süden (Pigadia) wird touristisch genutzt. Der Norden ist bergig, rau und hat die Traditionen Griechenlands am stärksten bewahrt.

Warum Karpathos überzeugt:

  • Anbindung: Karpathos verfügt über einen eigenen internationalen Flughafen, was die Anreise vereinfacht, besonders in der Nebensaison. Die Verbindung zum Festland und zu Rhodos ist gut.
  • Ruhezonen: Der nördliche Teil, besonders das Dorf Olympos, fühlt sich an wie eine Zeitreise. Hier finden Sie absolute Stille. Im Süden, in Lefkos oder Arkasa, finden Sie ruhige Meerblick-Apartments.
  • Community: Karpathos hat eine wachsende, aber unaufdringliche internationale Community, die vor allem das Windsurfen und die Wandermöglichkeiten schätzt.

Wichtiger Hinweis: Karpathos ist bekannt für den starken Meltemi-Wind im Sommer. Wenn Sie planen, viel Zeit auf dem Balkon zu arbeiten, wählen Sie eine windgeschützte Unterkunft oder reisen Sie im Frühling/Herbst.

3. Astypalaia: Die Schmetterlingsinsel mit Fokus auf Nachhaltigkeit

Astypalaia, oft als „Schmetterlingsinsel“ wegen ihrer Form bezeichnet, gehört zum Dodekanes-Archipel, fühlt sich aber durch ihre minimalistische Architektur wie eine Kykladen-Insel an. Sie ist klein, beschaulich und verfolgt ambitionierte Umweltziele (z.B. Umstellung auf E-Mobilität).

Was Astypalaia für Remote Worker besonders macht:

  • Charmante Hauptstadt (Chora): Die Hauptstadt mit ihrer venezianischen Burg ist eine der malerischsten in der Ägäis, ohne die Touristenmassen von Oia.
  • Infrastruktur: Astypalaia ist klein und verwaltet, was bedeutet, dass die wesentliche Infrastruktur (Gesundheitszentrum, Supermärkte) zentralisiert und zugänglich ist. Die Insel wird zunehmend als „Smart Island“ entwickelt, was sich positiv auf die Internetverbindung auswirkt.
  • Stille: Abgesehen vom kurzen Sommeransturm ist die Insel extrem ruhig. Perfekt, um sich wirklich auf tiefe Arbeit zu konzentrieren.

Tipp für die Unterkunft: Mieten Sie eine traditionelle Kykladen-Wohnung in der Chora oder in Livadi für den idealen Meerblick-Arbeitsplatz. Die Energie ist hier spürbar entspannend.

4. Kythira: Das versteckte Juwel zwischen Ionischem und Ägäischen Meer

Kythira (Kythera) liegt südlich der Peloponnes und ist geografisch weder eindeutig den Ionischen Inseln noch dem Ägäischen Meer zuzuordnen. Diese Lage und die Tatsache, dass sie lange Zeit vom Festlandtourismus übersehen wurde, machen sie zu einem Ort der Stille und Authentizität.

Die Vorteile von Kythira:

  • Verbindung zur Natur: Kythira ist grün, hat Wasserfälle und zahlreiche Wanderwege. Ideal für den Ausgleich nach einem langen Arbeitstag.
  • Kulturelle Tiefe: Die Insel hat eine reiche Geschichte, von der venezianischen Herrschaft bis hin zu Verbindungen nach Australien (viele Auswanderer kehren zurück). Die Kultur ist vielschichtig und fesselnd.
  • Anbindung: Es gibt einen Flughafen mit nationalen Verbindungen nach Athen, was die Erreichbarkeit auch in den Wintermonaten sicherstellt.

Kythira zieht Intellektuelle und Künstler an, was zu einer hohen Qualität der lokalen Cafés und Tavernen führt. Der Hauptort Chora bietet eine fantastische Arbeitsatmosphäre in historischen Gassen.

Praktische Planung: Beste Reisezeit und Klima für Remote Worker

Die Wahl der richtigen Reisezeit ist für digitale Nomaden, die Ruhe und Produktivität suchen, wichtiger als für klassische Urlauber. Sie möchten die Sommermassen meiden, aber dennoch angenehmes Wetter genießen.

Vermeiden Sie die Hochsaison: Idealmonate zum Arbeiten

Die griechische Hochsaison erstreckt sich von Mitte Juli bis Ende August. In dieser Zeit sind die Preise extrem hoch, die Fähren überfüllt und die Infrastruktur der Inseln gerät an ihre Grenzen.

Die idealen Zeitfenster für das Remote Working auf den ruhigen Inseln sind:

  • Frühling (April bis Juni): Alles blüht, die Temperaturen sind perfekt (20°C bis 28°C), und die Touristenströme sind noch sehr dünn. Das Meer ist noch kühl, aber die Sonne ist ideal zum Arbeiten im Freien.
  • Spätherbst (September bis Mitte November): Dies ist oft die beste Zeit. Das Meer ist noch warm genug zum Schwimmen, die Touristenzahlen sind auf ein Minimum reduziert, und die Preise sinken drastisch. Das Wetter bleibt stabil und sonnig.
  • Winter (November bis März): Nur für Abenteuerlustige. Viele Tavernen und Hotels schließen. Die Fähren fahren seltener und das Wetter kann stürmisch sein. Aber Sie erleben die wahre Authentizität und tiefste Ruhe.

Wetterwarnung: Selbst in der Nebensaison kann es zu stürmischen Perioden kommen, besonders im Ionischen Meer (z.B. Starkwind auf Karpathos). Prüfen Sie vor der Buchung des Fährverkehrs die Vorhersagen. Die Fähren können bei starkem Seegang verspätet oder abgesagt werden.

Klima-Tabelle und lokale Besonderheiten

Obwohl Griechenland generell mediterranes Klima hat, gibt es Unterschiede zwischen den Archipelen. Die Kykladen und der Dodekanes (Karpathos, Astypalaia) sind trockener und windiger, während die Ionischen Inseln (z.B. Korfu, Lefkada – die aber oft touristischer sind) milder und feuchter sind.

Monat Durchschnittstemperatur (°C) Sonnenstunden/Tag Nomaden-Eignung
April 16–21 8 Exzellent (Frühling, niedrige Kosten)
Mai 20–25 10 Exzellent (Perfektes Arbeitswetter)
Juni 24–29 12 Sehr gut (Beginn der Hitze, Preise steigen leicht)
September 25–30 10 Optimal (Warmes Meer, leere Strände)
Oktober 20–25 8 Sehr gut (Ruhe kehrt ein, niedrige Mieten)

Tipp für die Hitze: Wenn Sie im Frühsommer arbeiten, achten Sie darauf, dass Ihre Unterkunft eine gute Klimaanlage oder zumindest dicke Steinmauern hat, die die Hitze draußen halten. Schatten ist auf den Inseln Gold wert.

Arbeitsalltag und Freizeit: Produktivität am Meer

Die größte Herausforderung für Remote Worker in solch idyllischer Umgebung ist der Balanceakt: Wie bleibt man fokussiert, wenn das Meer ruft?

Co-Working Spaces vs. Private Mieten

Auf den großen Hotspots wie Kreta oder Athen gibt es professionelle Co-Working Spaces. Auf den von uns empfohlenen, ruhigeren Inseln sind diese Strukturen noch selten oder nicht vorhanden.

  • Private Mieten (Ihre beste Option): Da die Mieten außerhalb der Saison günstig sind, ist es die beste Strategie, eine großzügige Wohnung mit einem dedizierten Arbeitsbereich und zuverlässigem WLAN zu mieten. Achten Sie auf eine gute Beleuchtung und ergonomische Möbel (falls Sie länger bleiben).
  • Cafés und Tavernen: Griechische Cafés (Kafeneions) sind oft laut und lebhaft – ideal, um das E-Mail-Postfach zu prüfen, aber weniger geeignet für konzentrierte Schreibarbeit oder Videoanrufe. Nutzen Sie diese Orte für das Networking oder das Mittagessen.

Erfolgsfaktor Home-Office: Richten Sie einen festen Tagesrhythmus ein. Arbeiten Sie fokussiert in den kühleren Morgenstunden. Nutzen Sie die lange Mittagspause (Siesta) für Bewegung oder Entspannung und arbeiten Sie bei Bedarf am späten Nachmittag weiter, bevor Sie den Abend mit der lokalen Community verbringen.

Der Balanceakt: Fokussiertes Arbeiten und griechische Lebensart

Griechenland lädt zur Entspannung ein. Es ist wichtig, die kulturellen Gepflogenheiten zu respektieren und gleichzeitig Grenzen für die Arbeit zu setzen.

  • Zeitzonen: Griechenland liegt in der Osteuropäischen Zeit (OEZ/EEST), d.h., es ist eine Stunde vor der MEZ. Planen Sie Ihre Meetings entsprechend.
  • Die Siesta: Zwischen 14:00 und 17:00 Uhr ist es auf vielen Inseln still. Dies ist die ideale Zeit, um die Hitze und die touristische Aktivität zu meiden. Nutzen Sie diese Zeit für Sport, Lesen oder eine echte Pause.
  • Soziale Integration: Die Griechen schätzen es, wenn man versucht, sich zu integrieren. Lernen Sie einige grundlegende griechische Phrasen. Das Öffnen zur lokalen Gemeinschaft ist der Schlüssel, um mehr als nur ein Tourist zu sein. Das Kafeneion ist dabei der zentrale Treffpunkt.

Anekdote: Als ich auf Ikaria arbeitete, lernte ich, dass dringende Termine im griechischen Kontext flexibler interpretiert werden. Die Entschleunigung führte zunächst zu Frustration, dann aber zu einer deutlich entspannteren Arbeitsweise. Ich arbeitete fokussierter, um pünktlich Feierabend machen zu können – und verbrachte die Abende nicht vor dem Bildschirm, sondern mit den Einheimischen bei einem Glas Wein.

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Fazit: Ihr Wegweiser zum produktiven Meerblick-Arbeitsplatz

Griechenland bietet weit mehr als nur die bekannten Postkartenmotive. Für den Digitalen Nomaden, der Ruhe, Stabilität und Inspiration sucht, halten die Ägäis und das Ionische Meer wahre Schätze bereit.

Die wichtigsten Erkenntnisse für Ihre Planung:

  1. Wahl der Insel: Fokussieren Sie sich auf Inseln mit einem nationalen Flughafen oder gut angebundenen Häfen, die aber abseits des Massentourismus liegen (z.B. Ikaria, Karpathos, Astypalaia, Kythira).
  2. Beste Zeit: Die Monate Mai, Juni, September und Oktober sind optimal für das Arbeiten (Klima, Preise, Ruhe).
  3. Infrastruktur-Check: Prüfen Sie die Internet-Geschwindigkeit VOR der Buchung einer Langzeitmiete. Mobiles Internet (4G/5G) ist oft der verlässlichere Backup-Plan.
  4. Rechtliche Basis: Klären Sie Ihre Visums- und Steuersituation, besonders wenn Sie länger als drei Monate bleiben möchten.

Ihr Traum vom Home-Office mit Meerblick ist realistischer, als Sie denken, vorausgesetzt, Sie planen strategisch und wählen eine Insel, die nicht nur schön, sondern auch arbeitsfähig ist. Nutzen Sie diese tiefgehenden Informationen als Startpunkt für Ihr nächstes großes Abenteuer – eine Reise, die Produktivität und griechische Lebensfreude perfekt vereint.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Welche griechische Insel hat die beste Internetverbindung?

Die beste Internetverbindung findet sich in der Regel in den Großstädten auf dem Festland (Athen, Thessaloniki) oder auf den größten Inseln (Kreta, Rhodos), besonders in den jeweiligen Hauptorten, wo Glasfaser verlegt wurde. Auf den kleineren Inseln müssen Sie sich auf 4G/LTE verlassen. Für die ruhigsten Inseln wie Ikaria oder Kythira ist die mobile Verbindung oft stabiler als das Festnetz-WLAN, aber die Qualität variiert stark nach Standort.

Ist Griechenland ein günstiges Land für digitale Nomaden?

Griechenland bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für digitale Nomaden, insbesondere außerhalb der Hauptsaison und abseits der weltberühmten Inseln. Die Lebenshaltungskosten (Lebensmittel, lokale Verkehrsmittel) sind moderat, und Langzeitmieten sind in der Nebensaison (Oktober bis Mai) deutlich günstiger als in vielen westeuropäischen Ländern.

Brauche ich als EU-Bürger ein Visum für das Arbeiten in Griechenland?

Als EU-Bürger benötigen Sie für Aufenthalte unter drei Monaten kein Visum. Wenn Sie länger als drei Monate in Griechenland bleiben und weiterhin dort arbeiten möchten, müssen Sie sich beim zuständigen Meldeamt (Ausländerpolizei) registrieren und eine Aufenthaltsbescheinigung beantragen (Anmeldung nach Freizügigkeitsgesetz). Sie benötigen dazu einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel und eine Krankenversicherung.

Wie finde ich eine Langzeitmiete (drei Monate+) auf einer kleinen griechischen Insel?

Die besten Langzeitmieten finden Sie meist über lokale Kontakte, Facebook-Gruppen, die sich speziell an Ausländer oder Nomaden richten (“Digital Nomads Greece”) oder durch direkte Kontaktaufnahme mit lokalen Immobilienagenturen, die nicht online gelistet sind. Wichtig: Fragen Sie immer nach dem “Winterpreis” oder “Langzeitmietpreis”, der oft deutlich unter den Kurzzeitpreisen liegt.

Ist es auf den ruhigen Inseln im Winter zu einsam?

Ja, die meisten ruhigeren Inseln kehren im Winter in einen sehr ruhigen, fast verschlafenen Zustand zurück. Viele touristische Betriebe schließen. Dies garantiert absolute Ruhe, kann aber auch Isolation bedeuten, wenn man nicht aktiv die Verbindung zur lokalen Gemeinschaft sucht. Kythira und Ikaria haben aufgrund ihrer größeren einheimischen Bevölkerung eine bessere Grundversorgung und eine aktivere Winterszene als sehr kleine, karge Kykladen-Inseln.

Kann ich mein Haustier als digitaler Nomade nach Griechenland mitnehmen?

Ja, innerhalb der EU ist die Mitnahme von Haustieren relativ unkompliziert. Ihr Haustier benötigt einen gültigen EU-Heimtierpass, eine aktuelle Tollwutimpfung und muss gechipt sein. Erkundigen Sie sich jedoch vorab bei Ihrer Unterkunft, da nicht alle Vermieter Haustiere akzeptieren.

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