Beste Reisezeit Schweden

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Schweden – das Land der Mitternachtssonne, der tiefblauen Seen und der magischen Polarlichter. Ein Sehnsuchtsziel für viele Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Doch Schweden erstreckt sich über eine enorme Nord-Süd-Ausdehnung. Die klimatischen Unterschiede zwischen der milden Schärenküste im Süden und dem arktischen Lappland im Norden sind immens. Deshalb ist die Frage nach der besten Reisezeit für Schweden keine einfache, pauschale Antwort, sondern hängt stark von Ihren persönlichen Interessen und den Regionen ab, die Sie besuchen möchten.

Dieser umfassende Leitfaden von noveltr.com hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen für Ihre Schweden-Reise zu treffen. Wir analysieren detailliert die verschiedenen Jahreszeiten, erklären die regionalen Klimafaktoren und zeigen Ihnen, wann die optimalen Bedingungen für Ihre Traumaktivitäten herrschen – sei es Wandern im Sommer, die Jagd nach Polarlichtern im Winter oder der Besuch der pulsierenden Städte.

Nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, werden Sie genau wissen, welche Monate für Ihren individuellen Schweden-Urlaub am besten geeignet sind. Wir liefern Ihnen praktische Tipps, verlässliche Klimadaten und konkrete Vorschläge für Ihre Reiseplanung.

Das Klima Schwedens Verstehen: Eine Regionale Analyse

Schweden ist das fünftgrößte Land Europas. Von Malmö im Süden bis Kiruna im Norden liegen etwa 1.570 Kilometer. Dieser Unterschied hat massive Auswirkungen auf Temperatur, Niederschlag und vor allem auf die Tageslichtdauer.

Obwohl Schweden weit nördlich liegt, sorgt der warme Golfstrom für ein milderes Klima, als man erwarten würde. Allerdings spielt die geografische Lage eine entscheidende Rolle für die lokale Wetterlage. Um die beste Reisezeit zu bestimmen, müssen wir Schweden in drei Hauptklimazonen unterteilen:

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Götaland (Südschweden)

Diese Region umfasst die südlichsten Teile Schwedens, einschließlich der Großstädte Malmö und Göteborg, sowie die Inseln Öland und Gotland. Das Klima ist hier am maritimsten und mildesten. Die Sommer sind warm und oft ideal für Badeurlaube; die Winter sind kurz und in der Regel schneearm, oft eher von Regen oder Matsch geprägt.

  • Typisches Wetter: Ähnlich dem Norddeutschlands, aber mit kühleren Nächten.
  • Beste Zeit für: Segeln, Badeurlaub an der Küste, Städtetrips.

Svealand (Mittelschweden)

Hier liegt die Hauptstadt Stockholm und das Gebiet rund um den Vättern- und Vänern-See. Svealand bildet den Übergang von maritimen zu kontinentalen Einflüssen. Die Sommer sind hier ebenfalls angenehm warm, aber die Winter sind kälter und bieten eine höhere Schneewahrscheinlichkeit als im Süden.

  • Typisches Wetter: Deutlich ausgeprägtere Jahreszeiten. Schnee liegt im Winter zuverlässiger als in Götaland.
  • Beste Zeit für: Kanutouren, Kulturerlebnisse, klassische Sommerhäuschen-Urlaube.

Norrland (Nordschweden und Lappland)

Norrland umfasst mehr als die Hälfte der Landesfläche und reicht bis in den Polarkreis hinein. Hier herrscht ein subarktisches Klima. Die Winter sind extrem lang, kalt und schneereich. Die Sommer hingegen sind kurz, aber intensiv, geprägt von der Mitternachtssonne.

  • Typisches Wetter: Lange Perioden mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Im Sommer können die Temperaturen überraschend hoch sein (bis zu 25°C), aber die Nächte bleiben kühl.
  • Beste Zeit für: Polarlichter (Winter), Hundeschlittenfahren, Mitternachtssonne (Sommer).

Die Vier Jahreszeiten im Detail: Wann Was Erleben?

Die Entscheidung für die beste Reisezeit in Schweden hängt maßgeblich davon ab, welche der vier sehr unterschiedlichen Jahreszeiten Sie erleben möchten. Jede Saison bietet einzigartige und unvergessliche Erlebnisse.

Sommer (Juni bis August): Das Licht und die Wärme

Der schwedische Sommer, insbesondere die Zeit von Mittsommer bis Mitte August, gilt als die Hochsaison. Das liegt an der Kombination aus warmen Temperaturen und den unglaublich langen Tagen. In Nordschweden geht die Sonne in dieser Zeit gar nicht unter (Mitternachtssonne), während Sie im Süden bis zu 18 Stunden Tageslicht genießen können.

Die Vorteile des Sommers

  • Temperaturen: Im Süden und der Mitte oft zwischen 18°C und 25°C. Perfekt für Aktivitäten im Freien.
  • Aktivitäten: Ideal für Wandern, Radfahren, Kanufahren, Segeln und Schwimmen in den zahlreichen Seen und an der Schärenküste.
  • Mittsommer: Ende Juni feiert Schweden Mittsommer, eines der wichtigsten Feste des Jahres. Ein kulturelles Highlight, das man erlebt haben muss.
  • Infrastruktur: Die gesamte touristische Infrastruktur, von Campingplätzen bis zu kleinen Fährverbindungen, ist voll in Betrieb.

Wichtige Hinweise für den Sommer

Aufgrund der hohen Beliebtheit sind die Preise für Unterkünfte und Flüge in dieser Zeit am höchsten. Zudem sollten Sie wissen, dass die schwedischen Sommer zwar warm sind, aber schnelle Wetterwechsel möglich sind. Packen Sie immer eine regen- und winddichte Jacke ein.

Mini-Szenario: Anna und Markus planen ihre Sommerreise

Anna und Markus aus Zürich möchten die Schärenküste erkunden und eine Woche wandern. Sie entscheiden sich für die zweite Julihälfte. Zu dieser Zeit sind die Wassertemperaturen in den Seen am wärmsten (oft über 20°C), und die Wanderwege in Dalarna sind schneefrei und gut begehbar. Sie buchen ihre Hütten und Campingplätze jedoch bereits im Frühling, da die besten Plätze schnell ausgebucht sind.

Herbst (September bis Oktober): Die Farben und die Ruhe

Wenn die Hauptsaison endet, beginnt in Schweden der „Indian Summer“ (Höst). Dies ist eine hervorragende Reisezeit für alle, die goldene Landschaften, kühlere, klare Luft und weniger Touristen bevorzugen.

Was den Herbst so attraktiv macht

  • Farbenspiel: Vor allem in Mittelschweden und Norrland leuchten die Birkenwälder in spektakulären Gelb- und Rottönen.
  • Wanderungen: Perfekte Temperaturen für längere Trekkingtouren, da die große Sommerhitze vorbei ist.
  • Polarlichter-Saisonstart: Bereits ab Ende September kann man in Lappland erste Polarlichter sichten, da die Nächte wieder dunkel genug werden.
  • Preise: Außerhalb der Schulferien sinken die Preise für Unterkünfte oft deutlich.

Hinweise zur Planung im Herbst

In Nordschweden können die Temperaturen bereits im Oktober unter null Grad fallen, und der erste Schnee ist möglich. In Südschweden hingegen ist das Wetter oft noch sehr stabil. Planen Sie flexible Kleidung, die auch Wind und Regen standhält.

Winter (November bis März): Polarlichter und Schneeabenteuer

Der schwedische Winter ist eine Zeit der tiefen Dunkelheit im Norden (Polarnacht oder „Mörketid“) und des unberührten, tief verschneiten Waldes. Obwohl die Tage kurz sind, ist das Licht, das reflektierende Sonnenlicht auf dem Schnee, oft atemberaubend schön. Dies ist die beste Zeit für spezielle Winteraktivitäten.

Die Magie des Winters

  • Polarlichter (Aurora Borealis): Die Hauptsaison erstreckt sich von November bis Februar. Die besten Chancen haben Sie nördlich des Polarkreises (z.B. in Abisko oder Kiruna).
  • Wintersporterlebnisse: Skifahren (Sälen, Åre), Schneemobil-Safaris, Hundeschlittenfahren und Eisfischen.
  • Einzigartige Unterkünfte: Besuche im Icehotel in Jukkasjärvi oder Übernachtungen in Baumhotels.

Was Sie im Winter beachten müssen

Die Kälte ist extrem, besonders in Lappland. Temperaturen von -15°C bis -30°C sind normal. Entsprechende Kleidung ist absolut notwendig. Die Tageslichtstunden sind im Norden minimal. In Kiruna gibt es im Dezember und Januar nur wenige Stunden Dämmerlicht, aber keine vollständige Sonne. Auch die Reisebedingungen können durch starken Schneefall erschwert werden.

Wichtiger Tipp für Nordlicht-Jäger: Wenn Sie die Nordlichter sehen möchten, planen Sie mindestens eine Woche im Norden ein. Die Sichtbarkeit hängt von klarem Himmel und starker Sonnenaktivität ab – beides kann nicht garantiert werden.

Frühling (April bis Mai): Das Erwachen

Der Frühling ist die Übergangszeit, in der das Land langsam aus der Winterstarre erwacht. Während der Süden bereits blüht, kämpft Lappland oft noch mit dicken Schneedecken. Diese Zeit ist ideal für Reisende, die die Natur beim Aufwachen beobachten möchten und große Menschenmassen meiden wollen.

Die Besonderheiten des Frühlings

  • Lichtzunahme: Die Tage werden rapide länger, was die Stimmung hebt.
  • Schmelzwasser: Ideal für Wildwasser-Rafting und das Beobachten von Wasserfällen, die durch die Schneeschmelze anschwellen.
  • Städtetrips: Städte wie Stockholm und Göteborg sind angenehm leer und die Cafés öffnen ihre Außenterrassen.
  • Skifahren: In den nördlichen Skigebieten kann man oft bis in den April hinein bei strahlendem Sonnenschein Ski fahren.

Herausforderungen im Frühling

Der Frühling ist oft die Zeit der „Vårsol“ (Frühlingsschlamm), da der tauende Schnee die Wege matschig macht. Viele Wanderwege sind erst Ende Mai oder Anfang Juni vollständig begehbar. In vielen ländlichen Regionen beginnt die touristische Saison erst zu Mittsommer; daher könnten einige Attraktionen noch geschlossen sein.

Reiseplanung Nach Interessen: Ihr Perfekter Schweden-Trip

Da die ideale Reisezeit so stark von Ihren geplanten Aktivitäten abhängt, haben wir die besten Monate für die beliebtesten Schweden-Erlebnisse zusammengefasst:

Polarlichter (Aurora Borealis) Sehen

Die Polarlichter entstehen durch Sonnenwinde, die auf die Erdatmosphäre treffen. Um sie zu sehen, benötigen Sie absolute Dunkelheit und einen klaren Himmel. Dies ist nur in den Wintermonaten möglich.

  • Optimale Reisezeit: Ende November bis Mitte März.
  • Beste Region: Nördlich des Polarkreises (z.B. Abisko Nationalpark, Kiruna). Abisko gilt aufgrund des „Blue Hole“-Effekts (weniger Wolkenbildung) als einer der besten Spots weltweit.
  • Tipps: Planen Sie mindestens 5-7 Nächte ein, um die Chancen zu maximieren. Die besten Sichtungen finden oft zwischen 22:00 und 02:00 Uhr statt.

Wandern und Outdoor-Aktivitäten

Für Trekking in den Fjälls (Bergregionen) und Kanufahren ist es wichtig, dass die Wege schneefrei sind und die Mückenplage erträglich ist. Der Hochsommer ist zwar warm, kann aber in feuchten Gebieten auch Mücken mit sich bringen.

  • Optimale Reisezeit: Mitte Juni bis Mitte September.
  • Kungsleden (Königsweg): Die Hütten öffnen in der Regel Mitte Juni. Die angenehmsten Wandermonate sind Juli und August. Der September bietet atemberaubende Herbstfarben, erfordert aber kältere Ausrüstung.
  • Südschweden (Skåneleden): Hier kann man bereits ab April gut wandern, jedoch ist der Mai ideal, bevor die Temperaturen zu hoch werden.

Städtetrips (Stockholm, Göteborg, Malmö)

Schwedische Städte sind das ganze Jahr über attraktiv. Die beste Reisezeit hängt davon ab, ob Sie die Atmosphäre mit vielen Außencafés oder die Ruhe der Nebensaison bevorzugen.

  • Hochsaison (Beste für Cafés/Skärgården-Touren): Juni bis August.
  • Nebensaison (Beste für Kultur/Museen und günstigere Preise): April/Mai oder September/Oktober.
  • Winter (Beste für Weihnachtsmärkte): Ende November bis Mitte Dezember (Achtung: Stockholm im tiefsten Winter hat nur wenige Tageslichtstunden).

Badeurlaub und Schären-Erkundung

Obwohl Schweden nicht für tropische Strände bekannt ist, können die Sommer in Götaland und Svealand überraschend warm sein. Die Wassertemperaturen in den Seen und an den geschützten Küstenabschnitten sind oft badetauglich.

  • Optimale Reisezeit: Mitte Juli bis Mitte August. Dies ist die Zeit, in der die Seen die höchsten Temperaturen speichern.
  • Beste Regionen: Die Insel Gotland (Öland), die Westküste (Bohuslän) und die vielen Binnenseen.

Spezialfokus: Die Extreme des Lichts in Schweden

Bei der Planung einer Reise nach Schweden ist das Licht der entscheidende Faktor. Es definiert nicht nur die Aktivitäten, sondern auch das Lebensgefühl im Land.

Die Mitternachtssonne (Midnattssol)

Nördlich des Polarkreises geht die Sonne im Sommer für eine bestimmte Zeit überhaupt nicht unter. Dieses Phänomen ist für viele Reisende ein Hauptgrund, Nordschweden im Sommer zu besuchen.

  • Zeitraum: Von Ende Mai bis Mitte Juli. Die genaue Dauer variiert je nach Breitengrad.
  • Erlebnis: Wandern Sie nachts im Sonnenschein, spielen Sie Golf oder erleben Sie die Energie der ununterbrochenen Helligkeit.
  • Tipp: Wenn Sie Probleme beim Schlafen in Helligkeit haben, wählen Sie Unterkünfte mit guten Verdunkelungsvorhängen.

Die Polarnacht (Mörketid)

Im tiefsten Winter, ebenfalls nördlich des Polarkreises, geht die Sonne nicht über den Horizont. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es 24 Stunden stockdunkel ist. Es gibt eine mehrtägige Phase der Dämmerung, in der das weiche, blau-violette Licht faszinierende Stimmungen erzeugt.

  • Zeitraum: Mitte Dezember bis Anfang Januar.
  • Erlebnis: Eine tiefgehende Erfahrung von Ruhe und Stille. Die beste Zeit, um Hundeschlitten zu fahren und die Nordlichter zu jagen.
  • Achtung: Nutzen Sie die wenigen Stunden Tageslicht optimal für Ihre Aktivitäten.

Praktische Tipps und Kostenkalkulation für Schweden

Egal, wann Sie reisen, die Planung nach logistischen und finanziellen Gesichtspunkten ist in Schweden essenziell. Schweden gilt generell als Hochpreisland.

Kostenfaktoren nach Jahreszeit

Die Kosten für Flüge und Unterkünfte folgen der touristischen Nachfrage:

  • Hochsaison (Juni bis August): Höchste Preise. Flüge nach Stockholm und Göteborg sind teurer, Unterkünfte in beliebten Gegenden wie Gotland oder den Schären sind schnell ausgebucht und preisintensiv.
  • Winter-Spitzenzeit (Dezember bis Februar in Lappland): Die Preise in Nordschweden explodieren aufgrund der Nachfrage nach Nordlicht-Touren und dem Icehotel. Buchungen müssen hier oft 6-12 Monate im Voraus erfolgen.
  • Nebensaison (April/Mai und September/Oktober): Die günstigste Zeit für Städtetrips und Reisen in den Süden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier oft am besten, wenn das Wetter noch angenehm ist.

Budget-Tipps

Um die Kosten zu senken, sollten Sie außerhalb der Großstädte reisen und die vielen Möglichkeiten des Jedermannsrechts (Allemansrätten) nutzen. Dieses Recht erlaubt es Ihnen, fast überall in der Natur (abseits von Wohnhäusern und Kulturboden) zu campen oder zu wandern.

Anreise und Verkehrsmittel

Die Anreise aus dem deutschsprachigen Raum erfolgt meist per Flugzeug (Stockholm Arlanda, Göteborg Landvetter) oder über Land- und Seeweg (Fähren von Deutschland/Dänemark nach Trelleborg oder Malmö).

Für flexibles Reisen, besonders in den weitläufigen Regionen Mittelschwedens und Lapplands, ist ein Mietwagen empfehlenswert. Beachten Sie die saisonalen Unterschiede bei der Fahrweise:

  • Sommer: Achten Sie auf Elche (Moose) – besonders in der Dämmerung!
  • Winter: Winterreifen (oft Spikes) sind gesetzlich vorgeschrieben und lebenswichtig. Die Straßen sind gut geräumt, aber die Fahrweise muss den eisigen Bedingungen angepasst werden.

Packtipps für jede Saison

Egal wann Sie reisen, das Zwiebelprinzip ist in Schweden unerlässlich. Das Wetter kann sich gerade an der Küste oder in den Bergen schnell ändern.

  • Sommer: Leichte Kleidung für den Tag, aber unbedingt einen warmen Pullover, eine winddichte Jacke und Regenkleidung für kühle Abende und Wetterumschwünge mitnehmen. Mückenschutz ist in Seenähe unverzichtbar.
  • Winter: Thermo-Unterwäsche (Merinowolle), dicke Fleeceschichten, eine Daunenjacke und wind- sowie wasserdichte Oberbekleidung. Denken Sie an warme Mützen, Schals, Fäustlinge und isolierte Winterstiefel.

Regionale Highlights: Vom Süden bis zum Polarkreis

Da Schweden so vielfältig ist, lohnt es sich, die Reisezeit an die spezifischen regionalen Attraktionen anzupassen.

Gotland und Öland: Die Inselparadiese

Die beiden großen Inseln in der Ostsee bieten eine einzigartige Mischung aus historischen Stätten (Visby auf Gotland) und fantastischen Stränden.

  • Beste Zeit: Mitte Juni bis Mitte August. Während dieser Zeit ist es am wärmsten und die Fährverbindungen sind am häufigsten. Im Mai und September sind die Inseln ruhiger und ebenfalls schön, aber das Wasser ist zu kalt zum Baden.
  • Aktivitäten: Sonnenbaden, Radfahren entlang der Küste, Besuch der Raukar (Kalksteinsäulen).

Die Westküste (Bohuslän)

Diese Region nördlich von Göteborg ist bekannt für ihre Granitfelsen, malerischen Fischerdörfer und exzellenten Meeresfrüchte. Sie ist ein Hotspot für Segler und Kajakfahrer.

  • Beste Zeit: Juli und August. Die Wassertemperaturen sind dann am angenehmsten für Wassersport und die Dörfer (wie Fjällbacka oder Marstrand) sind voller Leben.

Schwedisch-Lappland (Norrland)

Lappland zieht vor allem zwei Arten von Reisenden an: die Sommer-Abenteurer, die die Mitternachtssonne suchen, und die Winter-Enthusiasten, die Polarlichter und Schneeaktivitäten erleben möchten.

  • Winter (Dezember bis März): Die Zeit für die großen Attraktionen wie das Icehotel, Huskytouren und die Nordlichter. Kältefeste Kleidung ist Pflicht.
  • Sommer (Juli): Wandern und Fliegenfischen unter der Mitternachtssonne. Vermeiden Sie Mai/Anfang Juni, wenn die Schneeschmelze viele Gebiete unpassierbar macht.

Einblick in eine Reiseerfahrung: Petra in Kiruna

Petra aus München träumte davon, die Polarlichter zu sehen. Sie plante ihre Reise nach Kiruna im Januar und blieb 8 Nächte, um sicherzugehen, dass sie einen klaren Himmel erwischt. Obwohl die Temperaturen konstant bei -20°C lagen, war sie dank ihrer guten Ausrüstung vorbereitet. In der fünften Nacht hatte sie das Glück, eine beeindruckende grüne Aurora zu erleben, was ihre Entscheidung für den kalten Winter bestätigte.

Veranstaltungskalender: Saisonale Highlights und Feste

Ihre Reisezeit kann auch von spezifischen kulturellen oder sportlichen Ereignissen abhängen:

Mittsommer (Midsommar)

Das wichtigste Fest in Schweden, gefeiert am Freitag zwischen dem 19. und 25. Juni. Dies markiert den Höhepunkt des Sommers und wird traditionell mit Tanz, Blumenkränzen und Heringessen begangen. Wenn Sie Schweden in seiner ausgelassensten Form erleben möchten, reisen Sie Ende Juni.

Krebspremiere (Kräftskiva)

Ende August/Anfang September beginnt die offizielle Saison für Flusskrebse. Dies wird mit bunten Laternen und Trinkliedern gefeiert. Ein herrliches kulinarisches Erlebnis, das den Übergang zum Herbst markiert.

Der Wasalauf (Vasaloppet)

Einer der größten und ältesten Skimarathons der Welt, der jedes Jahr am ersten Sonntag im März zwischen Sälen und Mora stattfindet. Wenn Sie Wintersport und Volksfeste lieben, ist diese Zeit ideal für Mittelschweden.

Weihnachtsmärkte (Julmarknad)

Ab Ende November öffnen die traditionellen Weihnachtsmärkte, insbesondere in den Altstädten von Stockholm (Gamla Stan) und Göteborg. Hier können Sie die schwedische Gemütlichkeit („Mys“) und Spezialitäten wie Glögg und Lussekatter genießen.

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Fazit: Finden Sie Ihre Persönliche Beste Reisezeit Schweden

Die beste Reisezeit für Schweden ist letztlich diejenige, die am besten zu Ihren persönlichen Vorstellungen und Abenteuerwünschen passt. Schweden ist ein Ganzjahresziel, das in jeder Saison einzigartige Qualitäten bietet.

  • Für klassische Ferien und die Schärenküste: Juli und August. Sie garantieren Wärme, Badegelegenheiten und maximales Tageslicht. Rechnen Sie mit höheren Preisen und mehr Touristen.
  • Für Wanderer und Ruhesuchende: September. Die Herbstfarben sind spektakulär, die Mücken verschwunden und die Preise sinken.
  • Für Polarlichter und Winterabenteuer: Dezember bis März. Konzentrieren Sie sich auf die Regionen nördlich des Polarkreises und bereiten Sie sich auf extreme Kälte vor.
  • Für Städtetrips und Kultur: Mai oder Oktober. Angenehme Temperaturen, weniger Touristen und eine volle Funktionsfähigkeit der Infrastruktur.

Ganz gleich, ob Sie die magische Stille der schwedischen Winterlandschaft erleben oder das pulsierende Leben der Mitternachtssonne genießen möchten: Schweden wartet darauf, Sie mit seiner einzigartigen Natur und Kultur zu inspirieren. Beginnen Sie jetzt mit der Planung – der erste Schritt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Häufig Gestellte Fragen (FAQs) zur Besten Reisezeit Schweden

Wann ist die wärmste Zeit in Schweden?

Die wärmste Zeit in Schweden ist typischerweise im Juli. Die Durchschnittstemperaturen in Südschweden (Götaland) liegen in diesem Monat zwischen 18°C und 22°C, können aber an einzelnen Tagen auch 25°C bis 30°C überschreiten. Die Wassertemperaturen in den Seen sind dann ebenfalls am höchsten.

Wann sieht man am besten Polarlichter in Schweden?

Die besten Monate, um die Polarlichter (Aurora Borealis) in Nordschweden zu sehen, sind von November bis März. Während dieser Zeit ist die Nacht lang und tief genug. Die optimale Beobachtungszeit liegt zwischen 22:00 und 02:00 Uhr, vorausgesetzt, der Himmel ist klar.

Ist Schweden im April/Mai schon für Outdoor-Aktivitäten geeignet?

In Südschweden (Götaland) ist der April/Mai bereits ideal für Outdoor-Aktivitäten wie Radfahren und leichte Wanderungen, da die Natur erwacht. In Mittelschweden und vor allem in Lappland kann es jedoch noch viel Schnee geben. Viele alpine Wanderwege in den Fjälls sind erst Ende Juni zugänglich.

Wann sollte man wegen der Mücken in Schweden vorsichtig sein?

Die Mückensaison in Schweden beginnt meistens nach Mittsommer (Ende Juni) und dauert bis Mitte August an. Die Plage ist besonders stark in feuchten Gebieten, in der Nähe von Seen und in Nordschweden. Wer Mücken meiden möchte, reist am besten im frühen Juni oder ab September.

Wie lange sind die Tage in Stockholm im Winter?

Im tiefsten Winter (Dezember/Januar) hat Stockholm die kürzesten Tage. Die Sonne geht gegen 08:30 Uhr auf und bereits gegen 15:00 Uhr wieder unter. Das bedeutet, Sie haben nur etwa 6,5 Stunden Tageslicht. Allerdings reflektiert der Schnee das Licht, was die Stimmung oft heller erscheinen lässt, als es die Uhrzeit vermuten lässt.

Ist Mittsommer die beste Reisezeit für Stockholm?

Mittsommer (Ende Juni) ist kulturell ein Highlight, da überall gefeiert wird. Allerdings verlassen viele Stockholmer die Stadt, um in ihren Sommerhäusern zu feiern. Für eine lebhafte Stadtbesichtigung ohne Einschränkungen sind Juli und August oft besser geeignet, da dann alle Attraktionen regulär geöffnet haben und die Stadt voller Sommerleben ist.

Ist eine Reise nach Schweden im September ratsam?

Der September ist eine der besten Zeiten für die gesamte Reisezeit Schweden, wenn Sie Farben, Ruhe und moderate Temperaturen bevorzugen. In Südschweden ist das Wetter oft noch mild, und in Nordschweden beginnen die Wälder zu leuchten. Die Preise sind niedriger und die touristische Hektik des Hochsommers ist vorbei.

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