Sardinien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, lockt mit traumhaften Stränden, archaischer Kultur und vor allem: einer unvergleichlichen Küche. Doch bevor du in die Welt von Malloreddus, Porceddu und frischem Fisch eintauchst, stellt sich die entscheidende Frage für die Reiseplanung: Wie teuer ist Essen auf Sardinien wirklich? Die Kosten für Speisen und Getränke können einen großen Einfluss auf dein Gesamtbudget haben, besonders wenn du Wert auf kulinarische Erlebnisse legst.
Die gute Nachricht vorweg: Sardinien bietet für jeden Geldbeutel etwas. Von günstigen Pizzerien und lokalen Märkten bis hin zu luxuriösen Gourmetrestaurants an der Costa Smeralda – die Preisspanne ist groß. Dieser detaillierte Kosten-Check hilft dir, realistische Budgets festzulegen, die teuersten Fallen zu umgehen und die besten Adressen für authentischen Genuss zu finden.
Wir beleuchten die typischen Preise für Frühstück, Mittag- und Abendessen, vergleichen Supermarkt- und Restaurantkosten und geben dir wertvolle Spartipps, damit du deine Reisekasse optimal nutzt, ohne auf die kulinarischen Höhepunkte verzichten zu müssen.
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und Inspiration. Er ersetzt keine offizielle Reiseberatung und keine aktuellen Hinweise von Behörden oder Reiseanbietern. Die hier genannten Preise sind Durchschnittswerte und können je nach Saison, Region und aktuellem Wechselkurs variieren.
Der kulinarische Reiz Sardiniens: Was erwartet dich auf dem Teller?
Bevor wir uns den Zahlen widmen, ist es wichtig zu verstehen, dass Essen auf Sardinien mehr ist als nur Nahrungsaufnahme – es ist ein tief verwurzeltes Kulturerlebnis. Die sardische Küche unterscheidet sich oft stark vom typisch italienischen Menü, wie es in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bekannt ist. Sie ist geprägt von den Einflüssen des Hirtenlebens im Inland und der Fischerei entlang der Küsten.

Regionale Spezialitäten und ihre Preiskategorie
Die Kosten für ein Gericht hängen stark davon ab, ob es sich um ein Massenprodukt oder eine aufwendige regionale Spezialität handelt. Frische Meeresfrüchte sind an der Küste erschwinglicher, während im Landesinneren Fleischgerichte und Käse dominieren.
- Porceddu (Spanferkel): Dieses traditionelle Gericht, oft stundenlang über Myrtenzweigen geröstet, ist ein Festmahl. Es wird meist für mehrere Personen zubereitet. Die Preise variieren stark, aber rechne in einem traditionellen Restaurant oder Agriturismo mit einem höheren Preis, oft als Teil eines festen Menüs (siehe Agriturismo).
- Malloreddus (Sardische Gnocchetti): Die kleinen, gerillten Gnocchi, oft mit einer Wurst-Tomaten-Sauce serviert. Ein einfacher, sättigender und typischerweise sehr preiswerter erster Gang (Primi Piatti), oft zwischen 10 € und 14 € in einer Trattoria.
- Pane Carasau (Hirtenbrot): Dieses hauchdünne, knusprige Fladenbrot ist fast immer auf dem Tisch zu finden. Es kostet im Supermarkt nur wenige Euro und ist in Restaurants meist im Coperto (Gedeck) enthalten.
- Fisch und Meeresfrüchte: Die Preise für frischen Fisch variieren je nach Fang des Tages. In Küstenstädten wie Alghero oder Cagliari kann ein Hauptgericht mit gegrilltem Fisch oder Meeresfrüchten zwischen 18 € und 30 € liegen, abhängig von der Art des Fisches.
Das Spektrum der sardischen Gastronomie: Von Günstig bis Gourmet
Die Wahl des Lokals ist der größte Hebel, um die Essenskosten zu kontrollieren. Sardinien bietet hier ein vielfältiges Angebot:
- Street Food / Imbiss (Pizzerie al taglio): Ideal für das schnelle, günstige Mittagessen. Ein Stück Pizza oder ein belegtes Brot (Panini) kostet oft nur 3 € bis 6 €.
- Trattoria / Pizzeria: Das Herzstück der sardischen Alltagsküche. Hier isst man authentisch, deftig und zu vernünftigen Preisen. Eine Hauptspeise (Primi oder Secondi) kostet typischerweise 12 € bis 20 €.
- Ristorante (Mittlere Kategorie): Hier werden gehobenere Gerichte und ein besserer Service geboten. Ein Drei-Gänge-Menü (ohne Wein) kann hier leicht 35 € bis 50 € pro Person kosten.
- Agriturismo: Ein absoluter Spar- und Genusstipp! Agriturismo-Betriebe bieten oft ein fixiertes Menü (Menù Fisso) mit regionalen Produkten, Wein und Dessert zu einem Pauschalpreis an. Diese Festpreise liegen meist zwischen 35 € und 45 € pro Person, beinhalten aber eine Fülle an Gängen.
- Gourmet / Luxus (z.B. Costa Smeralda): In touristischen Hotspots und gehobenen Restaurants in Orten wie Porto Cervo sind die Preise international hoch. Hier können die Kosten schnell über 80 € pro Person steigen.
Der große Kosten-Check: Wie teuer ist Essen auf Sardinien?
Um dein tägliches Budget realistisch planen zu können, betrachten wir die Kosten für die einzelnen Mahlzeiten und vergleichen sie mit den Preisen, die du für Selbstverpflegung im Supermarkt zahlen würdest.
Preise für Frühstück, Mittagessen und Abendessen im Detail
In Italien und Sardinien unterscheidet sich das Essverhalten stark von dem in DACH-Ländern. Das Frühstück ist meist klein, das Mittagessen kann leicht ausfallen, und das Abendessen ist die Hauptmahlzeit.
Das typische italienische Frühstück (Colazione)
Das Frühstück wird in der Regel stehend an der Bar eingenommen und ist dementsprechend günstig.
- Kaffee (Espresso/Cappuccino): 1,20 € bis 2,50 € (am Tresen günstiger als am Tisch).
- Cornetto (Croissant): 1,20 € bis 2,00 €.
- Gesamtkosten pro Person: In der Regel 3 € bis 5 € für einen schnellen Start in den Tag.
Mittagessen (Pranzo)
Wenn du nicht gerade ein mehrgängiges Menü in einer Trattoria bestellst, lässt sich das Mittagessen günstig gestalten.
- Panini / Focaccia (Imbiss): 4 € bis 8 €.
- Pizzeria al Taglio (Stück Pizza): 3 € bis 6 €.
- Einfache Mittags-Trattoria (Primi Piatti und Wasser): 12 € bis 18 €.
- Gesamtkosten pro Person: Wenn du dich auf Imbisse beschränkst, 6 € bis 15 €.
Abendessen (Cena)
Das Abendessen ist der teuerste Posten im Budget, bietet aber auch das größte Potenzial für kulinarische Erlebnisse.
- Günstig (Pizza oder einfache Pasta): Eine große, gute Pizza Margherita oder ein Teller einfacher Pasta kostet in einer Trattoria typischerweise zwischen 8 € und 15 €.
- Mittelklasse (Zwei Gänge in einer Trattoria/Ristorante): Ein Hauptgericht (Secondi Piatti) mit Beilage und einem Glas Wein kostet im Durchschnitt 25 € bis 40 € pro Person (inklusive Coperto).
- Oberklasse (Drei Gänge inkl. Wein in gehobenem Lokal): Hier musst du mit 50 € bis 80 € oder mehr pro Person rechnen.
- Gesamtkosten pro Person (Durchschnittlich): Planst du abends meist in mittelklassigen Lokalen zu essen, solltest du 30 € bis 40 € pro Person kalkulieren.
Kostenvergleich: Supermarkt vs. Restaurant
Für Reisende, die Mietwagen und Ferienwohnungen nutzen, ist der Supermarkt eine hervorragende Möglichkeit, Kosten zu senken, insbesondere für Frühstück und leichte Abendessen.
Preise im Supermarkt (Wochenbedarf für Selbstversorger)
Die Preise in den großen Supermärkten (z.B. Conad, Eurospin) sind vergleichbar mit denen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, für lokale Produkte oft sogar günstiger.
- Brot (Pane Carasau): 1,50 € bis 3,00 € pro Packung.
- Pasta (500g): Ab 1,00 € (Hausmarke) bis 3,00 € (Markenprodukte).
- Lokaler Käse (Pecorino): Sehr gute Qualität gibt es ab etwa 12 € bis 20 € pro Kilogramm.
- Wasser (1,5L): 0,30 € bis 0,80 €.
- Lokaler Wein (Vermentino/Cannonau, Flasche): Einfache, trinkbare Weine ab 4 €, mittlere Qualität (z.B. für den Abend) 8 € bis 15 €.
Fazit Supermarkt: Wenn du primär selbst kochst und nur gelegentlich auswärts isst, kannst du dein tägliches Food-Budget auf etwa 15 € bis 20 € pro Person senken.
Budget-Szenarien: Wie viel kostet Essen auf Sardinien pro Tag?
Um dir die Planung zu erleichtern, haben wir drei typische Budget-Szenarien erstellt (ohne große Ausflüge oder Luxus-Drinks, nur Verpflegung):
| Kategorie | Tagesbudget pro Person | Typische Verpflegung |
|---|---|---|
| Low Budget (Selbstversorger) | 15 € – 25 € | Frühstück selbst zubereitet, Mittagessen: Panini/Pizza al taglio, Abendessen: Kochen in der Unterkunft oder sehr einfache Pizzeria. |
| Mittelklasse (Ausgewogen) | 40 € – 60 € | Frühstück in der Bar, Mittagessen: leicht/Imbiss, Abendessen: 1x Trattoria oder Agriturismo, 1x einfache Pizzeria im Wechsel. |
| Komfort / Feinschmecker | 70 € – 120 €+ | Alle Mahlzeiten im Restaurant, inklusive Wein zum Abendessen, gelegentliche Besuche gehobener Lokale und tägliches Frühstück in der Unterkunft oder Café. |
Erkenntnis: Sardinien ist tendenziell teurer als das süditalienische Festland (z.B. Apulien), bewegt sich aber preislich oft auf einem ähnlichen Niveau wie beliebte Regionen in Norditalien oder Spanien.
Essen gehen: Typische Preisspannen nach Lokalität
Die größte Kostenvarianz entsteht durch die Lage und Art des Lokals. Wer die touristischen Hotspots meidet und stattdessen die lokalen Etablissements aufsucht, spart erheblich und isst oft besser.
Trattorias und Pizzerien: Der beste Weg, günstig zu essen
Die Trattoria ist oft familiengeführt und bietet eine reduzierte Speisekarte, die auf lokalen, saisonalen Zutaten basiert. Hier findest du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Tipp für die Trattoria-Wahl: Suche Lokale, in denen du viele Einheimische (insbesondere ältere Sarden) siehst. Die Speisekarte ist oft nur auf Italienisch verfügbar – dies ist meist ein gutes Zeichen.
- Preis für einen Antipasti-Teller (Vorspeisen): 8 € bis 15 €.
- Tagesmenü (Menù del Giorno): Viele Trattorias bieten mittags ein günstiges Tagesmenü (Primo, Secondo, Contorno, Wasser) für 15 € bis 20 € an.
Pizzerien sind nahezu überall zu finden und eine Bank für den Abend. Sardische Pizzen sind häufig dünn und knusprig. Selbst eine reich belegte Pizza (wie eine Quattro Stagioni) kostet selten mehr als 14 € außerhalb der absoluten Hochsaison und Luxuslagen.
Die Rolle der Touristenhochburgen (Costa Smeralda vs. Inland)
Die Küstenregionen und insbesondere der Nordosten (Costa Smeralda) sind deutlich teurer, da sie auf ein internationales Luxuspublikum ausgerichtet sind.
- Preisaufschläge: In Porto Cervo oder Baja Sardinia können die Preise für eine einfache Mahlzeit um 30 % bis 50 % höher sein als im Landesinneren (z.B. Orgosolo oder Nuoro).
- Das Kaffee-Phänomen: Während ein Espresso in einer Bar in Cagliari 1,20 € kostet, kann er auf einer Piazza in Porto Cervo schnell 4 € erreichen.
- Inlandsvorteil: Das Landesinnere und die weniger bekannten Küstenabschnitte (z.B. Costa Verde, Südwesten) bieten extrem authentische Küche zu deutlich faireren Preisen. Wer hier ein Agriturismo bucht, kann für 35 € ein Mehrgänge-Festessen genießen, das an der Costa Smeralda das Doppelte kosten würde.
Getränke und Weine: Was kostet ein Glas Vermentino?
Auch bei den Getränken gibt es Einsparpotenzial. Generell sind alkoholische Getränke in Restaurants teurer als im Supermarkt, aber es gibt regionale Unterschiede.
- Hauswein (Vino della Casa): Fast immer die günstigste und oft sehr gute Wahl. Ein Viertel oder halber Liter (Quarto/Mezzo Litro) kostet zwischen 4 € und 8 €.
- Glas Wein (Vermentino di Sardegna): Im Restaurant liegt der Preis pro Glas typischerweise zwischen 5 € und 8 €.
- Bier (Ichnusa, lokales Lager): Eine kleine Flasche/Dose im Supermarkt kostet 1,00 € bis 1,80 €. Im Restaurant oder an der Bar zahlst du 3 € bis 5 € für ein kleines Bier (0,3 L).
- Wasser: In Restaurants ist Wasser meist mit 2,50 € bis 4 € pro Flasche relativ teuer. Tipp: Bestelle Acqua del rubinetto (Leitungswasser), auch wenn das in Italien nicht überall üblich ist. Leitungswasser ist auf Sardinien generell trinkbar.
- Aperitivo: Dieses kontinentale Ritual, das oft kleine Snacks beinhaltet, kostet in gehobenen Bars zwischen 8 € und 15 € (Getränk + Buffet/Snacks).
Spartipps und Budget-Strategien für Foodies
Möchtest du Sardinien kulinarisch erleben, aber nicht dein gesamtes Urlaubsbudget für Essen ausgeben? Dann beachte diese cleveren Strategien.
Die Vorteile des Agriturismo nutzen
Agriturismo-Betriebe sind Bauernhöfe, die Gäste beherbergen und bewirten. Das Essen wird hier fast ausschließlich aus eigenen oder lokalen Produkten zubereitet.
- Festpreis und Mengen: Der Agriturismo bietet, wie erwähnt, oft einen Festpreis (Menù Fisso) für 35 € bis 45 € pro Person. Für diesen Preis erhältst du in der Regel vier bis fünf Gänge, Wein, Wasser, Kaffee und Digestif.
- Vorteil: Dies mag auf den ersten Blick teuer erscheinen, doch es ist oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der gesamten Reise, da die Menge und Qualität der Speisen (Antipasti, zwei Primi, Secondo, Dessert) den Preis mehr als rechtfertigt.
- Reservierung: Unbedingt vorab reservieren, da diese Betriebe sehr beliebt sind.
Selber kochen und lokale Märkte entdecken
Wenn du die Möglichkeit hast, selbst zu kochen, solltest du unbedingt die lokalen Märkte besuchen. Hier erhältst du die frischesten und oft günstigsten Zutaten.
- Regionale Märkte: Große Städte wie Cagliari oder Sassari haben beeindruckende Markthallen (z.B. Mercato di San Benedetto in Cagliari). Hier kaufst du Fisch, Fleisch und Gemüse direkt von lokalen Händlern.
- Sparvorteil: Du sparst nicht nur Geld, sondern lernst auch die lokalen Produkte und deren Händler kennen. Die Zubereitung eines eigenen Abendessens aus frischen Marktprodukten ist oft günstiger als ein durchschnittliches Restaurantessen.
- Pausenbrote: Kauf lokales Brot, Wurst und Käse für Picknicks am Strand – dies reduziert die Kosten für das Mittagessen drastisch.
Das Phänomen des Coperto (Gedeck) verstehen
In Italien und Sardinien wird in fast allen Restaurants ein Coperto (Gedeck) berechnet. Dies ist eine Servicepauschale und ersetzt das Trinkgeld.
- Kostenpunkt: Das Coperto liegt typischerweise zwischen 2 € und 4 € pro Person. Manchmal ist das Pane Carasau oder ein Brotkorb enthalten.
- Trinkgeld (Mancia): Aufgrund des Coperto ist ein weiteres Trinkgeld nicht zwingend notwendig, wird aber für besonders guten Service geschätzt. Es ist üblich, den Betrag leicht aufzurunden oder 5–10 % zu geben, wenn der Service herausragend war.
- Vermeidungsstrategie: Das Coperto fällt nicht an, wenn du Essen zum Mitnehmen bestellst oder an einer Bar stehend konsumierst (was das Frühstück so günstig macht).
Planungshilfe: Dein tägliches Food-Budget für Sardinien
Die Kosten für Essen auf Sardinien sind ein wichtiger Baustein für das Gesamtbudget. Um dir eine konkrete Grundlage zu geben, folgt ein Szenario für ein Paar, das Wert auf gutes Essen legt, aber nicht im Luxus schwelgen möchte (Mittelklasse-Budget).
Szenario: Zwei Wochen Sardinien für Genussreisende
Ziel: Abwechslungsreiche Ernährung, 1x pro Woche Agriturismo, 1x pro Woche gehobener Fisch, ansonsten Trattoria/Selbstkochen.
- Tägliche Fixkosten (Frühstück & Mittag leicht):
- Frühstück (Bar oder selbstgemacht): 8 €
- Mittag (Picknick / Imbiss): 15 €
- Summe pro Tag (2 Personen): 23 €
- Abendessen (Durchschnittliche Kosten pro Abend für 2 Personen):
- Einfache Trattoria/Pizza: 35 € (inkl. Getränke/Coperto)
- Mittlere Trattoria/Fisch: 70 € (inkl. Wein/Coperto)
- Agriturismo-Erlebnis (1x pro Woche, hochgerechnet auf den Tag): 90 € / 7 Tage = ca. 13 €
Wenn du ein Gleichgewicht zwischen günstigen und teureren Abendessen schaffst, pendelt sich der tägliche Essensposten für zwei Personen bei etwa 60 € bis 80 € ein. Dies beinhaltet ein schönes Abendessen mit einem Glas Wein.
Gesamtbudget für 14 Tage (Mittelklasse): 80 € pro Tag x 14 Tage = 1.120 € für zwei Personen. Wer strikter spart, kommt mit etwa 600 € bis 700 € aus.
Zusammenfassung der wichtigsten Budget-Hebel
Dein Budget wird maßgeblich beeinflusst durch:
- Wahl der Region: Der Norden und Nordosten (Costa Smeralda) sind am teuersten; das Inland und der Südwesten sind deutlich günstiger.
- Selbstverpflegung vs. Restaurant: Wer zwei von drei Mahlzeiten selbst zubereitet, spart enorm.
- Aperitivo-Kultur: Nutze den späten Nachmittag für einen Aperitivo. Manchmal sind die angebotenen Snacks so umfangreich, dass sie ein leichtes Abendessen ersetzen.
- Hauswein statt Markenwein: Der Vino della Casa ist fast immer die budgetfreundlichste und oft die überraschendste Wahl.
Fazit: Kulinarische Vielfalt muss nicht unerschwinglich sein
Die Frage, wie teuer Essen auf Sardinien ist, kann nicht mit einem einfachen Betrag beantwortet werden, doch es lässt sich festhalten: Sardinien bietet eine exzellente Balance zwischen Qualität und Kosten, sofern man die touristischen Fallen geschickt umgeht. Es ist möglich, die sardische Küche intensiv zu erleben, ohne in die Luxuskategorie abzurutzen.
Die größten kulinarischen Schätze der Insel, wie das festliche Essen im Agriturismo oder die einfachen, aber perfekten Pizzen der lokalen Trattoria, sind erfreulicherweise auch die erschwinglichsten. Sardinien eignet sich daher hervorragend für Genussreisende, die bereit sind, ein mittleres Budget einzuplanen, aber auch Wert auf authentische Erfahrungen legen.
Drei sofort umsetzbare Tipps für dein Food-Budget:
- Setze auf Agriturismo: Plane mindestens ein bis zwei Abendessen in einem Agriturismo ein. Hier bekommst du die beste Qualität und Menge für einen festen, kalkulierbaren Preis.
- Mittags leicht, abends intensiv: Halte das Mittagessen mit Panini oder einem Picknick am Strand sehr einfach und konzentriere dein Budget auf das Abendessen.
- Verlasse die Promenaden: Gehe eine oder zwei Querstraßen von den Hauptplätzen und touristischen Promenaden entfernt. Dort findest du die authentischen und preiswerteren Lokale der Einheimischen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Thema Essen und Kosten auf Sardinien
Wie hoch ist das Trinkgeld (Mancia) auf Sardinien?
Auf Sardinien (und in ganz Italien) ist das Trinkgeld nicht obligatorisch, da der Service oft bereits durch das Coperto (Gedeckgebühr, typischerweise 2 € bis 4 € pro Person) abgedeckt ist. Bei gutem Service ist es aber üblich, auf den nächsten vollen Euro aufzurunden oder 5 % bis 10 % des Gesamtbetrags als Anerkennung für das Servicepersonal zu hinterlassen.
Sind die Preise in sardischen Supermärkten teurer als in Deutschland?
Die Preise für importierte oder internationale Markenprodukte sind oft etwas höher. Lokale Produkte, insbesondere Pasta, Wein, Pecorino-Käse, Olivenöl und frisches Obst und Gemüse der Saison, sind jedoch preislich vergleichbar oder sogar günstiger als in Deutschland oder der Schweiz. Für Selbstversorger ist der Einkauf in lokalen Supermärkten sehr budgetfreundlich.
Kann man auf Sardinien gutes Essen für unter 10 Euro bekommen?
Ja, absolut. Du findest viele Optionen für unter 10 Euro. Dazu gehören: Eine ganze Pizza Margherita zum Mitnehmen, ein großes, reich belegtes Panini, zwei oder drei Stücke Pizza al Taglio, oder ein einfacher Teller Pasta als Mittagsspecial in einer Trattoria (Primi Piatti). Suchst du nach diesen Optionen, ist Essen auf Sardinien sehr günstig.
Gibt es spezielle Zeiten, zu denen Essen günstiger ist?
Das Mittagessen (Pranzo) ist oft günstiger, insbesondere wenn Restaurants spezielle Menù del Giorno (Tagesmenüs) anbieten, die in der Regel 15 € bis 20 € kosten. Außerdem sind die Preise in der Nebensaison (Frühling und Herbst) in vielen kleineren Lokalen tendenziell stabiler und oft niedriger als in der Hochsaison (Juli/August).
Lohnt sich der Besuch eines Agriturismo finanziell wirklich?
Finanziell lohnt sich der Besuch eines Agriturismo fast immer, wenn du bereit bist, viel zu essen. Obwohl der Festpreis von 35 € bis 45 € hoch erscheint, beinhaltet er in der Regel fünf bis sieben Gänge, Getränke, Wein und Kaffee. Würdest du diese Menge und Qualität in einem normalen Restaurant bestellen, lägen die Kosten deutlich höher, typischerweise bei 60 € bis 90 € pro Person.
Ist Fast Food auf Sardinien eine günstige Alternative?
Obwohl es in größeren Städten internationale Fast-Food-Ketten gibt, ist die beste und authentischste “Fast-Food”-Alternative die lokale Pizzeria al taglio (Pizza in Stücken) oder eine Paninoteca. Diese lokalen Imbisse sind nicht nur günstiger als große Ketten, sondern bieten auch wesentlich höhere Qualität und regionale Zutaten.
