Island – das Land aus Feuer und Eis, der Sehnsuchtsort vieler Reisender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer einmal die majestätischen Wasserfälle, die geothermalen Landschaften und die unendliche Weite der Ringstraße erlebt hat, weiß um die einzigartige Faszination dieser Insel im Nordatlantik. Doch fast ebenso legendär wie seine Naturschönheit ist Islands Preisniveau. Gerade der Sommer, die beliebteste Reisezeit, gilt als teuer.
Viele Reisende stehen vor der Frage: Ist Island im Sommer sein hohes Preisniveau wirklich wert? Wir von noveltr.com helfen dir, diese Entscheidung fundiert zu treffen. Dieser ausführliche Guide beleuchtet die Vorzüge der isländischen Sommermonate, zeigt dir die besten Planungstipps, um das Budget zu schonen, und präsentiert die Highlights, die die hohen Ausgaben rechtfertigen.
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und Inspiration. Er ersetzt keine offizielle Reiseberatung und keine aktuellen Hinweise von Behörden oder Reiseanbietern. Bitte informiere dich stets aktuell über Einreisebestimmungen und Sicherheitsstandards (z.B. beim Auswärtigen Amt).
Island im Sommer: Was rechtfertigt die hohen Kosten?
Bevor wir uns den praktischen Planungsschritten widmen, müssen wir ehrlich sein: Island gehört zu den teuersten Reisezielen Europas. Die Preise für Unterkünfte, Mietwagen und Restaurantbesuche sind im Sommer, der Hauptsaison (Juni bis August), besonders hoch. Doch es gibt handfeste Gründe, warum diese Monate trotz der hohen Kosten die beste Wahl für viele Reisende sind.
Das Phänomen der Mitternachtssonne
Der Sommer in Island ist geprägt von der berühmten Mitternachtssonne. Nördlich des Polarkreises geht die Sonne im Hochsommer praktisch nicht unter. Selbst in Reykjavík erleben Reisende Ende Juni bis zu 21 Stunden Tageslicht. Dieses endlose Licht ist der größte Mehrwert, der die Sommerreise nach Island so besonders macht.

- Maximale Flexibilität: Du kannst Sehenswürdigkeiten auch spät abends besuchen, wenn die meisten Tagestouristen abgereist sind. Dies ermöglicht einzigartige Fotoaufnahmen und ein ruhigeres Naturerlebnis.
- Längere Routen: Längere Roadtrip-Etappen sind entspannter möglich, ohne dass man die Dunkelheit fürchten muss.
- Einzigartige Atmosphäre: Das lange goldene Licht der “Nacht” taucht die Landschaft in eine magische Stimmung, die den Preis des Urlaubs schnell vergessen lässt.
Zugang zu den Hochlandregionen (Highlands)
Ein weiterer entscheidender Faktor, der die Reise im Sommer attraktiv macht, ist die Zugänglichkeit. Nur zwischen Ende Juni und Anfang September sind die F-Straßen, die ins unwegsame Innere der Insel (die Highlands) führen, geöffnet und befahrbar.
Wer Island in seiner ursprünglichen, rauen Wildheit erleben möchte – mit spektakulären Regionen wie Landmannalaugar oder Askja –, muss im Sommer reisen. In den Wintermonaten sind diese Gebiete unzugänglich, und selbst die Ringstraße kann durch Schnee und Eis zeitweise gesperrt sein. Der Sommer bietet somit das komplette Erlebnis Island.
Die beste Reisezeit: Sommer in Island im Detail
Der isländische Sommer ist kurz, intensiv und liegt typischerweise zwischen Juni und August. Die Wahl des genauen Monats kann jedoch großen Einfluss auf dein Erlebnis und dein Budget haben.
Klima, Wetter und Tageslicht im Juni, Juli, August
Das isländische Wetter ist notorisch unbeständig, selbst im Sommer. Dennoch sind dies die mildesten Monate. Die Temperaturen bleiben in der Regel kühl, aber komfortabel für Aktivitäten.
| Monat | Durchschnittliche Temperatur (Reykjavík) | Typische Tageslichtstunden | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Juni | 8 °C bis 13 °C | ~20–21 Stunden | Beginn der Mitternachtssonne, Hochlandstraßen beginnen sich zu öffnen. Ideal für Wildblumen. |
| Juli (Hochsaison) | 10 °C bis 15 °C | ~18–20 Stunden | Wärmster und meistbesuchter Monat. Beste Bedingungen für Wanderungen. |
| August | 9 °C bis 14 °C | ~15–18 Stunden | Temperaturen noch hoch, aber die Tage werden spürbar kürzer. Ende August erste Chancen auf Polarlichter. |
Wetter-Tipp: Sei auf alles vorbereitet. Selbst im Juli kann es windig, regnerisch und kühl werden. Das isländische Sprichwort lautet: „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte fünf Minuten.“ Packe daher unbedingt mehrere Schichten ein (Zwiebelprinzip).
Saisonale Unterschiede und die Wahl des Monats
Abhängig von deinen Prioritäten kann der „perfekte“ Sommermonat variieren:
Der goldene Tipp: Juni (Früher Sommer)
Reist du Anfang oder Mitte Juni, profitierst du von der maximalen Tageslänge, aber die Preise für Unterkünfte und Mietwagen sind tendenziell noch etwas günstiger als im Hochsommer Juli/August. Allerdings sind die Highlands und einige F-Straßen möglicherweise noch gesperrt oder sehr matschig.
Der Hochsaison-Monat: Juli
Wenn die Zugänglichkeit der Highlands und die höchsten Durchschnittstemperaturen deine Hauptpriorität sind, ist der Juli ideal. Allerdings ist dies auch die teuerste und überfüllteste Zeit, insbesondere am Golden Circle und entlang der Südküste.
Der Übergangsmonat: Ende August/Anfang September
Diese Zeit ist perfekt für Reisende, die von der Sommerzugänglichkeit profitieren, aber gleichzeitig die Chance auf das erste Nordlicht haben wollen. Die Preise sinken leicht, die Haupttouristenströme lassen nach, aber die Ringstraße ist weiterhin optimal befahrbar. Achtung: Die Tage werden deutlich kürzer und die Nächte kühler.
Island Highlights: Was man im Sommer erleben muss
Der Sommer ermöglicht eine Palette an Aktivitäten, die in anderen Jahreszeiten kaum möglich oder extrem schwierig sind. Hier sind die absoluten Must-Sees, die das Island-Erlebnis im Sommer definieren:
Der berühmte Golden Circle und die Südküste
Der Golden Circle (Thingvellir, Geysir und Gullfoss) und die Südküste mit ihren schwarzen Sandstränden (Reynisfjara) und ikonischen Wasserfällen (Skógafoss, Seljalandsfoss) sind ganzjährig zugänglich. Im Sommer sind sie jedoch ideal, um sie in den späten Abendstunden zu besuchen.
- Abendlicher Golden Circle: Fahre den Golden Circle erst nach 18:00 Uhr ab. Dann verschwinden die großen Reisebusse und du kannst die Stätten in Ruhe erleben, getaucht in das goldene Licht der tief stehenden Mitternachtssonne.
- Südküste und Gletscher: Nutze die langen Tage für ausgedehnte Wanderungen am Sólheimajökull oder buche eine Bootstour auf der Gletscherlagune Jökulsárlón – ein atemberaubendes Erlebnis, bei dem du zwischen riesigen Eisbergen gleitest.
Abenteuer in den Hochlandregionen (Highlands)
Für viele ist das Hochland der eigentliche Grund, warum sich Island im Sommer trotz der hohen Preise lohnt. Das Innere der Insel ist eine unberührte Wildnis, die nur mit Allradfahrzeugen (4×4) über F-Straßen erreicht werden kann. Achte darauf, dass dein Mietwagen für diese Straßen zugelassen ist.
Landmannalaugar: Die farbigen Berge
Die Liparitberge von Landmannalaugar leuchten in spektakulären Grün-, Rot-, Gelb- und Grautönen. Im Sommer ist dies der Ausgangspunkt für einige der bekanntesten mehrtägigen Wanderungen Islands (z.B. der Laugavegur-Trail). Alternativ kann man Tageswanderungen unternehmen und am Abend in heißen, natürlichen Quellen entspannen.
Kerlingarfjöll und Hveradalir
Ein weiteres Highlight ist das Geothermalgebiet von Hveradalir in Kerlingarfjöll, ein faszinierendes Gebiet voller rauchender Fumarolen, kochender Schlammtöpfe und leuchtend gelb-roter Erde. Da die Zufahrt oft spät im Juni freigegeben wird, sind die Besucherzahlen hier etwas geringer als am Golden Circle.
Wale, Vulkane und die Westfjorde
Der Sommer ist die beste Zeit für Tierbeobachtungen in Island:
- Walbeobachtung: Die Chancen, Buckelwale, Zwergwale und Orcas zu sehen, sind im Sommer am höchsten. Die wichtigsten Häfen für Touren sind Húsavík (oft als Wal-Hauptstadt Europas bezeichnet), Akureyri und Reykjavík.
- Puffin-Saison: Die niedlichen Papageientaucher (Puffins) nisten in Island nur im Sommer. Spektakuläre Brutkolonien findest du in Látrabjarg (Westfjorde) oder auf den Vestmannaeyjar (Westmännerinseln).
- Westfjorde: Die Westfjorde, eine abgelegenere Region im Nordwesten, sind im Sommer wesentlich besser zugänglich. Dies ist die perfekte Region, wenn du dem Trubel der Ringstraße entfliehen möchtest. Plane hierfür aber mindestens 3–4 zusätzliche Tage ein.
Budget und Planung: Wie du die Kosten im Griff behältst
Die hohen Preise sind der größte Stolperstein für Reisende. Doch mit intelligenter Planung und der richtigen Einstellung lässt sich viel Geld sparen, ohne auf das Erlebnis verzichten zu müssen. Der Schlüssel liegt in der frühzeitigen Buchung und der Unabhängigkeit bei Verpflegung und Unterkunft.
Unterkunft und Verpflegung: Sparpotenziale finden
Hotels, insbesondere in Reykjavík und entlang der Ringstraße, sind extrem teuer und oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Das größte Sparpotenzial liegt hier:
Früh buchen ist Pflicht
Buche Unterkünfte (Hotels, Guesthouses, Airbnbs) mindestens 6–9 Monate im Voraus, wenn du im Juli oder August reisen möchtest. Last-Minute-Buchungen sind in Island im Sommer meist unmöglich oder exorbitant teuer.
Die Camping-Alternative
Camping ist die kostengünstigste Option. Island verfügt über ein ausgezeichnetes Netz an Campingplätzen. Mit der Camping Card (die oft für rund 150-200 EUR für eine Familie erhältlich ist) kannst du auf vielen Plätzen übernachten und sparst die Einzelgebühren. Dies bietet zudem die Flexibilität, die für eine Island-Roadtour ideal ist.
Selbstverpflegung
Ein Restaurantbesuch in Island kann schnell 50–70 EUR pro Person kosten. Verpflegung aus dem Supermarkt (Bónus oder Krónan) ist deutlich günstiger. Wähle Unterkünfte mit Küchenzugang oder buche einen Campervan. Das Kochen von Mahlzeiten reduziert die täglichen Ausgaben drastisch.
Mietwagen und Fortbewegung: Welche Option ist die beste?
Der Mietwagen ist in Island im Sommer unverzichtbar, da öffentliche Verkehrsmittel außerhalb Reykjavíks kaum existent sind. Die Preise sind saisonabhängig und steigen zwischen Juni und August stark an.
Die 2WD- oder 4WD-Frage
- 2WD (Standard-Mietwagen): Ausreichend, wenn du nur die Ringstraße (Route 1) und die Hauptsehenswürdigkeiten besuchen möchtest. Dies ist die günstigere Option.
- 4WD (Geländewagen): Zwingend erforderlich, wenn du ins Hochland (F-Straßen) fahren möchtest. Diese Fahrzeuge sind deutlich teurer, bieten aber den vollen Zugang.
Wichtiger Hinweis zum Fahren: Sei dir bewusst, dass das Fahren auf F-Straßen und das Durchqueren von Flüssen (falls erlaubt) anspruchsvoll ist. Achte unbedingt auf die Mietwagenversicherung, da viele Standardversicherungen Schäden durch Schotter oder die Unterseite des Fahrzeugs ausschließen. Das Fahren abseits markierter Straßen ist strengstens verboten und wird mit hohen Strafen geahndet.
Ein realistisches Budget pro Tag
Die Kosten variieren stark je nach Reisestil (Camping vs. Hotel, Selbstverpflegung vs. Restaurant). Hier sind grobe Richtwerte für Reisende aus der DACH-Region (ohne Flugkosten):
- Minimalistisch/Camping (Camping, Selbstverpflegung, 2WD): 100–150 EUR pro Person/Tag
- Mittleres Budget (Guesthouses, Mischung Selbstverpflegung/Restaurant, 2WD): 180–250 EUR pro Person/Tag
- Komfort (Hotels, Restaurants, 4WD): 300 EUR und mehr pro Person/Tag
Diese Schätzung verdeutlicht, dass du mit cleverer Planung und dem Verzicht auf teure Restaurantbesuche die täglichen Ausgaben auf ein akzeptables Niveau senken kannst. Das hohe Preisniveau ist also managbar, erfordert aber Disziplin.
Beispielrouten für zwei Wochen und zehn Tage
Die optimale Dauer für einen Island-Trip hängt davon ab, was du sehen möchtest. Im Sommer, dank des langen Tageslichts, ist man flexibler.
Die klassische Ringstraße in zwei Wochen (14 Tage)
Zwei Wochen sind ideal, um die Ringstraße (ca. 1.332 km) entspannt zu umrunden und zusätzliche Abstecher (z.B. in die Westfjorde oder ins Hochland) zu machen. Dies bietet das umfassendste Erlebnis der Insel.
Schwerpunkte dieser Route:
- Golden Circle & Südküste (Tag 1–3): Start in Reykjavík, Fokus auf Wasserfälle, Strände und Gletscher.
- Ostfjorde (Tag 4–6): Malerische Fischerdörfer, ruhige Buchten, geringere Touristendichte.
- Mývatn und Nordisland (Tag 7–9): Geothermalgebiet, Godafoss, Walbeobachtung in Húsavík oder Akureyri.
- Westfjorde/Snaefellsnes (Tag 10–12): Abstecher in die raue Wildnis der Westfjorde (Látrabjarg, Dynjandi Wasserfall) oder die Halbinsel Snaefellsnes (oft als Mini-Island bezeichnet).
- Zurück nach Reykjavík (Tag 13–14): Blaue Lagune (vorab buchen!) oder Entspannung in der Hauptstadt.
Szenario: Familie Müller aus Zürich plant ihren Island-Roadtrip. Um die hohen Übernachtungskosten zu senken, buchten sie einen Campervan für die gesamte Dauer. Dies erlaubt ihnen, spontan zu entscheiden, wie lange sie an einem Ort bleiben, und sie können jeden Abend selbst kochen, was das Budget um ca. 1.000 EUR pro Woche reduziert.
Fokus Süd-West: Kurzer Trip mit maximalem Erlebnis (7–10 Tage)
Wenn du weniger Zeit hast, konzentriere dich auf die südlichen und westlichen Regionen. Diese bieten die meisten berühmten Sehenswürdigkeiten bei kürzeren Fahrzeiten.
Schwerpunkte dieser Route:
- Golden Circle intensiv (Thingvellir, Geysir, Gullfoss).
- Südküste bis zur Gletscherlagune Jökulsárlón.
- Die Halbinsel Snaefellsnes (Klippen, schwarze Kirchen, Snæfellsjökull Nationalpark).
- Möglicher Tagesausflug ins Hochland (z.B. Thorsmörk, falls die Straßenbedingungen es zulassen).
Diese Route ist ideal für alle, die das Budget und die Fahrzeiten gering halten wollen, aber dennoch die ikonischen Postkartenmotive erleben möchten. Hier bietet sich auch ein 2WD-Mietwagen an, sofern das Hochland gemieden wird.
Aktivitäten für verschiedene Reisetypen
Die Vielfalt Islands im Sommer zieht unterschiedliche Reisetypen an, von Abenteurern bis zu Wellness-Suchenden.
Für Aktivurlauber und Abenteurer
Der Sommer ist die Hochsaison für Outdoor-Aktivitäten. Nutze die milden Temperaturen und das endlose Licht:
- Wandern: Islands größtes Wanderparadies, das Hochland, ist geöffnet. Ob Tageswanderungen in Landmannalaugar oder mehrtägige Trekking-Touren (Laugavegur).
- Gletscher-Wanderungen: Buche eine geführte Tour, um auf dem Eisschild des Vatnajökull oder Sólheimajökull zu wandern.
- Fluss-Rafting: Die Schmelzwasserflüsse im Norden bieten im Sommer ideale Bedingungen für Rafting-Touren.
- Tauchen/Schnorcheln: Die Silfra-Spalte im Thingvellir Nationalpark bietet Tauchern und Schnorchlern die einzigartige Möglichkeit, zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte zu schweben (Achtung: kaltes Wasser, Trockentauchanzug erforderlich).
Für Erholungssuchende und Naturgenießer
Neben der Blauen Lagune gibt es zahlreiche kleinere, oft günstigere und ruhigere Geothermalbäder. Die langen Abende bieten eine perfekte Kulisse für Entspannung:
- Mývatn Nature Baths: Die “Blaue Lagune des Nordens” ist ruhiger und günstiger als ihr berühmter südlicher Zwilling.
- Secret Lagoon (Gamla Laugin): Eine der ältesten natürlichen Quellen Islands, ideal für ein entspanntes Bad abseits der großen Menschenmengen.
- Naturbeobachtung: Nutze die langen Tage, um an der Küste Vögel zu beobachten oder die Zeit in kleinen Küstenorten wie Seyðisfjörður zu verbringen.
Tipps für Familien mit Kindern
Island ist sehr familienfreundlich, allerdings sind die weiten Fahrstrecken eine Herausforderung. Der Sommer macht die Reise durch die besseren Wetterbedingungen und die längeren Öffnungszeiten von Attraktionen einfacher.
- Freiheit durch Camping: Campervans bieten Familien die nötige Flexibilität für spontane Stopps und Mittagspausen.
- Pausen einplanen: Vermeide zu lange Etappen. Maximal 2–3 Stunden Fahrzeit am Stück sind für Kinder besser zu bewältigen.
- Tierische Attraktionen: Walbeobachtung in Húsavík oder der Besuch der Papageientaucher-Kolonien sind absolute Höhepunkte für Kinder.
- Schwimmbäder: Fast jede isländische Gemeinde hat ein öffentliches Schwimmbad, oft mit geothermal beheiztem Außenbecken, die eine günstige und unterhaltsame Abwechslung bieten.
Fazit: Lohnt sich Island im Sommer trotz hoher Preise?
Die Antwort auf die zentrale Frage ist ein klares Ja – aber nur, wenn du bereit bist, die Kosten als Investition in ein einzigartiges Naturerlebnis zu sehen und frühzeitig und klug planst. Der Sommer in Island bietet einen unschlagbaren Mehrwert, der die hohen Preise relativiert:
Die Mitternachtssonne erlaubt es dir, die Sehenswürdigkeiten zu entzerren und die Insel in einem weitaus entspannteren Tempo zu erkunden. Vor allem aber ermöglicht der Sommer den Zugang zum spektakulären Hochland, das für viele das Herzstück der isländischen Wildnis darstellt.
Für wen lohnt sich die Reise im Sommer besonders? Für alle, die intensive Naturerlebnisse suchen, lange wandern möchten, die Tierwelt beobachten wollen und bereit sind, frühzeitig zu buchen und beim Essen Kosten zu sparen. Wenn du maximale Zugänglichkeit, milde Temperaturen (für isländische Verhältnisse) und das unvergessliche Licht der arktischen Sommermonate suchst, dann ist Island im Sommer definitiv sein Geld wert.
Dein erster Planungsschritt: Beginne sofort mit der Buchung des Mietwagens und der Unterkünfte, um die Preisspitzen des Hochsommers so gut wie möglich abzufedern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann genau ist die Hochsaison in Island?
Die touristische Hochsaison erstreckt sich von Mitte Juni bis Ende August. In dieser Zeit sind die Preise für Unterkünfte und Mietwagen am höchsten. Auch wenn die Ringstraße das ganze Jahr befahrbar ist (abhängig vom Wetter), sind dies die einzigen Monate, in denen das zentrale Hochland zugänglich ist.
Wie viele Tage sollte man für einen Island-Roadtrip im Sommer einplanen?
Um die Ringstraße (Route 1) entspannt zu umrunden und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke zu erleben, solltest du mindestens 10 bis 14 Tage einplanen. Wenn du zusätzlich die Westfjorde oder das Hochland erkunden möchtest, sind 14 Tage die bessere Wahl.
Ist die Blaue Lagune (Blue Lagoon) im Sommer überfüllt?
Ja, die Blaue Lagune ist das ganze Jahr über stark frequentiert, im Sommer jedoch besonders. Es ist absolut notwendig, die Eintrittskarten für die Blaue Lagune weit im Voraus online zu buchen, da sonst kein Einlass garantiert werden kann. Alternativ bieten sich die Mývatn Nature Baths oder die Secret Lagoon an.
Muss ich im Sommer einen 4×4 Mietwagen buchen?
Nein, ein Standard-Mietwagen (2WD) reicht für die Ringstraße und alle Hauptstraßen (asphaltierte Straßen) aus. Ein 4×4 (Allradantrieb) ist nur dann zwingend notwendig, wenn du die sogenannten F-Straßen im Hochland befahren möchtest. Prüfe immer die Zulassungsbedingungen deines Mietvertrags.
Kann man im Sommer Polarlichter sehen?
Im Hochsommer (Juni, Juli) ist es aufgrund der Mitternachtssonne und des fast konstanten Tageslichts nicht dunkel genug, um Polarlichter zu sehen. Die Chancen steigen erst wieder ab Ende August/Anfang September, wenn die Nächte spürbar länger werden und eine ausreichende Dunkelheit gegeben ist.
Wie hoch sind die Kosten für Benzin und Diesel in Island?
Die Kraftstoffpreise in Island sind im europäischen Vergleich typischerweise hoch, ähneln aber oft den Preisen in Ländern wie Norwegen oder der Schweiz. Da die Ringstraße lang ist, macht der Kraftstoff einen erheblichen Teil des Reisebudgets aus. Es empfiehlt sich, immer zu tanken, wenn du eine Tankstelle siehst, da die Abstände im Osten und Norden groß sein können.
