Top 7 Kleine Griechische Inseln abseits Santorini & Mykonos

Die schönsten kleinen griechischen Inseln abseits von Santorini & Mykonos (z.B. Folegandros, Astypalea, Kastellorizo) Bild

Griechenland lockt jährlich Millionen Besucher mit seiner antiken Geschichte, dem tiefblauen Meer und der berühmten zykladischen Architektur. Doch während Santorini und Mykonos oft die Schlagzeilen beherrschen, sehnen sich immer mehr Reisende nach Authentizität und Ruhe. Sie suchen nach Orten, an denen das Tempo des Lebens noch von der Sonne und den Gezeiten bestimmt wird, fernab von Kreuzfahrtterminals und Instagram-Hotspots.

Wenn Sie von einer Auszeit träumen, in der Sie noch echte griechische Gastfreundschaft erleben und die Hektik des modernen Lebens vergessen können, dann sind die kleinen, oft übersehenen Inseln der Ägäis genau das Richtige für Sie. Diese Juwelen – von der kargen Schönheit Folegandros’ bis zum farbenfrohen Kastellorizo – bieten ein unvergleichliches Urlaubserlebnis.

In diesem umfassenden Leitfaden nehmen wir Sie mit zu den schönsten kleinen griechischen Inseln, die abseits der bekannten Pfade liegen. Wir zeigen Ihnen, wann die beste Reisezeit ist, wie Sie diese verborgenen Paradiese erreichen und welche unvergesslichen Momente dort auf Sie warten. Nach der Lektüre dieses Artikels haben Sie alle praktischen Informationen und Inspirationen, um Ihre nächste authentische Griechenland-Reise zu planen.

Die Magie des Unbekannten: Warum kleine Inseln wählen?

Die Entscheidung, eine der weniger bekannten Inseln Griechenlands zu besuchen, ist oft eine bewusste Wahl für eine andere Art des Reisens. Während die großen Inseln Infrastruktur, Nachtleben und umfangreiche Hotelkomplexe bieten, punkten die kleinen Eilande mit Charakter, Stille und einem tiefen Gefühl der Verbundenheit mit der lokalen Kultur.

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Erholung suchen und den typischen Mittelmeer-Trubel meiden möchten, bieten diese Ziele einen immensen Mehrwert. Hier erleben Sie keine überfüllten Strände, sondern versteckte Buchten, die Sie oft ganz für sich allein haben.

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Das Konzept der „Slow Travel“ in der Ägäis

Kleine griechische Inseln sind ideal für das, was man heute „Slow Travel“ nennt. Es geht darum, langsamer zu reisen, tiefer einzutauchen und das Ziel wirklich zu erleben, anstatt es nur abzuhaken. Auf Inseln wie Folegandros oder Astypalea finden Sie keine riesigen Einkaufszentren, dafür aber lokale Tavernen, die seit Generationen in Familienbesitz sind und traditionelle Gerichte servieren.

  • Authentizität: Die lokalen Gemeinschaften leben hier primär vom Fischfang und der Landwirtschaft, nicht ausschließlich vom Tourismus.
  • Entschleunigung: Die Fährverbindungen sind seltener und unvorhersehbarer – eine Zwangspause, die zum Entspannen einlädt.
  • Persönliche Begegnungen: Die Einwohner sind oft offener und gesprächiger, da sie weniger überlastet sind als auf den touristischen Hochburgen.

Reiseplanung: Kosten vs. Erlebniswert

Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind kleine Inseln nicht zwingend billiger als ihre berühmten Nachbarn. Die Logistik (längere Fährfahrten, begrenzte Unterkünfte) kann die Reisekosten in die Höhe treiben. Doch der Erlebniswert pro investiertem Euro ist oft unschlagbar.

Auf kleineren Inseln finden Sie seltener große Luxushotels, dafür aber charmante Pensionen (Dhomatia) und familiengeführte Studios. Diese bieten oft ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Planen Sie jedoch genügend Budget für die An- und Abreise ein, da die innergriechischen Flüge oder die langen Fährüberfahrten die größten Posten ausmachen können.

Die Beste Reisezeit: Wann blühen die Ägäis-Perlen auf?

Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Reise zu den kleineren griechischen Inseln. Da diese Ziele oft exponierter sind und weniger Infrastruktur für den Wintertourismus besitzen, konzentriert sich die Saison auf die wärmeren Monate.

Die griechische Ägäis bietet von Ende April bis Ende Oktober angenehme Bedingungen, wobei jede Saison ihren eigenen Reiz und ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringt.

Klima und Saisonale Unterschiede

Frühling (April bis Mitte Juni): Dies ist für viele Insider die ideale Reisezeit. Die Natur explodiert förmlich in leuchtenden Farben, die Temperaturen sind angenehm warm (20°C bis 25°C), und die Inseln erwachen langsam aus dem Winterschlaf. Die Fährpläne sind noch übersichtlich, aber die Preise für Unterkünfte sind niedrig. Perfekt zum Wandern und Erkunden.

Sommer (Mitte Juni bis Ende August): Hochsaison. Die Strände sind ideal, das Meer ist warm (bis zu 26°C), aber die Inseln sind am vollsten. Ein kritischer Faktor sind die Meltemi-Winde, die besonders in den Kykladen im Juli und August stark wehen können. Diese Winde können Fährfahrten verzögern oder annullieren – ein wichtiges Planungselement für Inselhüpfer.

Herbst (September bis Ende Oktober): Ähnlich dem Frühling, aber mit dem Vorteil eines immer noch warmen Meeres. Die Touristenmassen sind verschwunden, die Preise sinken, und die Atmosphäre ist entspannt. September gilt als einer der besten Monate, um die Ruhe der kleinen Inseln wie Folegandros oder Koufonisia zu genießen.

Vermeidung der Hochsaison (Juli/August)

Wenn Sie absolute Ruhe suchen, sollten Sie Juli und August meiden. In diesen Monaten sind nicht nur internationale Touristen, sondern auch viele griechische Urlauber unterwegs. Die Preise für Unterkünfte und Fähren sind am höchsten, und die Verfügbarkeit ist stark eingeschränkt. Zudem kann die Hitze (oft über 35°C) Wanderungen erschweren.

Experten-Tipp: Planen Sie Ihre Reise idealerweise für die erste Maihälfte oder den gesamten September. Auf abgelegenen Inseln wie Kastellorizo oder Astypalea kann der Tourismusdruck im Sommer zwar geringer sein als auf den Kykladen-Hotspots, aber die Verfügbarkeit von Flügen/Fähren ist dennoch am geringsten.

Folegandros: Die zykladische Eleganz ohne Massentourismus

Folegandros, oft als die kleine Schwester von Santorini bezeichnet, bietet die gleiche spektakuläre Architektur – weiß getünchte Häuser, die sich an steile Klippen schmiegen – jedoch ohne die überzogenen Preise und Menschenmassen. Diese Kykladeninsel strahlt eine ruhige, fast spirituelle Energie aus und zieht jene an, die Wert auf Ästhetik und Entspannung legen.

Die Insel ist karg, felsig und windig, aber ihre Hauptsiedlung (Chora) ist eine der malerischsten in der gesamten Ägäis. Sie ist kompakt genug, um sie in wenigen Tagen zu erkunden, bietet aber genug verborgene Pfade und Tavernen, um eine ganze Woche zu füllen.

Anreise und Unterkunftstipps für Folegandros

Folegandros besitzt keinen Flughafen. Die Anreise erfolgt ausschließlich per Fähre, was bereits den Massentourismus fernhält. Am besten fliegen Sie nach Santorin (Thira) oder Milos und nehmen von dort aus eine High-Speed-Fähre (ca. 1 Stunde von Santorin) oder eine reguläre Fähre (ca. 3 Stunden).

Wichtig: Buchen Sie Fährtickets und Unterkünfte frühzeitig, da die Kapazität der Insel im Vergleich zu Naxos oder Paros sehr begrenzt ist.

Die meisten Unterkünfte finden Sie in der malerischen Chora, in Karavostasi (dem Hafen) oder in Ano Meria (einem ruhigen Dorf im Norden). Die Chora ist der ideale Ausgangspunkt, wenn Sie abends das typische Inselleben und die kleinen Plätze genießen möchten.

Top-Sehenswürdigkeiten: Chora und Panagia-Kirche

Die Chora von Folegandros ist ein Meisterwerk der Kykladen-Architektur. Das Kastro (Festungsviertel) stammt aus dem 13. Jahrhundert und besticht durch schmale Gassen, die direkt an steilen Abgründen enden. Hier finden Sie charmante Boutiquen und Cafés.

Der Aufstieg zur Panagia-Kirche (Marienkirche): Dies ist das absolute Wahrzeichen der Insel. Die Kirche thront hoch über der Chora auf einem Felsen. Der 15-minütige, leicht anstrengende Aufstieg wird belohnt mit einem der spektakulärsten Sonnenuntergänge der Ägäis – ruhiger und intimer als in Oia auf Santorin.

Strandtipps: Folegandros bietet keine kilometerlangen Sandstrände, dafür aber wunderschöne Kieselbuchten. Die beliebtesten sind Agali und Katergo. Katergo ist oft nur per Taxiboot von Karavostasi aus erreichbar, was den Besuch zu einem kleinen Abenteuer macht.

Astypalea: Der Schmetterling der Ägäis

Astypalea ist geografisch eine Kykladeninsel, gehört administrativ aber zur Inselgruppe des Dodekanes. Ihre Form erinnert an einen Schmetterling (oder eine Hantel), der durch eine schmale Landenge geteilt wird. Astypalea ist bekannt für ihre einzigartige Mischung aus weißer Kykladenarchitektur und dem gelassenen Charme der Dodekanes-Inseln. Sie ist ein Ziel für Reisende, die sich wirklich entspannen und die Zeit vergessen möchten.

Architektur, Windmühlen und lokales Leben

Das Herz Astypaleas ist die Chora, die sich elegant einen Hügel hinaufzieht und von einem beeindruckenden venezianischen Kastell gekrönt wird. Am Fuße der Chora, entlang der Hauptstraße, stehen acht ikonische, traditionelle weiße Windmühlen, die ein beliebtes Fotomotiv darstellen.

Im Gegensatz zu einigen anderen Kykladeninseln hat Astypalea ihren traditionellen Lebensrhythmus bewahrt. Die Atmosphäre ist herzlich und familiär. Die Küche ist geprägt von frischem Fisch und lokalen Spezialitäten wie gelbem Käse (chlori). Der Ort Livadi in der Nähe der Chora bietet einen der schönsten Sandstrände der Insel.

Praktische Tipps für Fähren und Mietwagen

Astypalea ist aufgrund ihrer geografischen Lage an der Schnittstelle verschiedener Inselgruppen etwas komplizierter zu erreichen. Sie können entweder über Athen fliegen (kleiner Flughafen, oft nur wenige Flüge pro Woche) oder eine längere Fährfahrt in Kauf nehmen.

Fährverbindungen: Regelmäßige Verbindungen bestehen von Piräus (ca. 9–10 Stunden), Kalymnos oder Kos. Aufgrund der Länge der Überfahrt empfiehlt es sich, die Fähre über Nacht zu nehmen oder von einer näheren Insel wie Amorgos überzusetzen.

Mobilität: Ein Mietwagen oder zumindest ein Motorroller (Scooter) ist auf Astypalea sehr empfehlenswert, um die versteckten Buchten und Klöster auf dem östlichen und westlichen “Flügel” des Schmetterlings zu erkunden. Die Straßen sind in der Regel gut, aber an einigen Stellen sehr kurvig und steil.

Kastellorizo (Megisti): Die Insel am Rande Europas

Kastellorizo, offiziell Megisti genannt, ist der Inbegriff eines echten Insidertipps. Geografisch gehört sie zum Dodekanes, liegt aber nur 2 Kilometer vor der türkischen Küste (Kas) und ist die östlichste bewohnte Insel Griechenlands. Die Anreise ist logistisch anspruchsvoll, aber die Belohnung ist ein einzigartiges Panorama und eine unglaublich entspannte Atmosphäre.

Die Insel besteht im Wesentlichen aus dem malerischen Hafen, der von neoklassizistischen Häusern in leuchtenden Farben gesäumt wird – ein starker Kontrast zu der sonst üblichen zykladischen Architektur.

Geschichte, Farbenpracht und die Blaue Grotte

Kastellorizo hat eine reiche und turbulente Geschichte, die sich in ihrer Architektur widerspiegelt. Die bunten, zweistöckigen Häuser, viele davon kürzlich restauriert, erinnern an eine Zeit des Wohlstands im 19. Jahrhundert, als die Insel ein wichtiger Handelshafen war.

Sehenswürdigkeiten im Ort: Besuchen Sie das archäologische Museum in der alten Moschee und spazieren Sie hinauf zum Lykischen Grabmal, um einen fantastischen Blick über den Hafen und die türkische Küste zu genießen.

Die Blaue Grotte (Perle von Kastellorizo): Das Highlight der Insel. Die Grotte, lokal als Pispili bekannt, ist eine der beeindruckendsten Meereshöhlen Griechenlands. Die Reflexion des Sonnenlichts im kristallklaren Wasser erzeugt ein intensives, fast unwirkliches Saphirblau im Inneren der Höhle. Der Zugang ist nur mit kleinen Booten und nur bei ruhiger See möglich.

Logistik: Flug oder Langstreckenfähre?

Die Abgeschiedenheit von Kastellorizo ist ihr größter Charme, aber auch ihre größte logistische Herausforderung. Für Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es zwei Hauptanreiserouten:

  1. Flug über Rhodos: Dies ist die schnellste und bequemste Option. Rhodos hat einen internationalen Flughafen (RHO). Von dort gibt es mehrmals wöchentlich Inlandsflüge zum kleinen Flughafen Kastellorizo (KZS).
  2. Langstreckenfähre: Die Insel ist mit einer Fähre von Rhodos (ca. 4 Stunden) verbunden, und manchmal auch weiter mit den größeren Dodekanes-Inseln wie Kalymnos oder Kos, allerdings sehr selten. Da die Fähre oft der Witterung ausgesetzt ist, sollte man immer einen Puffertag einplanen.

Achtung: Aufgrund der Nähe zur Türkei (nur 2 km) gelten strenge Einreisebestimmungen. Das Übersetzen in die Türkei (z.B. für einen Tagesausflug nach Kas) ist in der Regel möglich, erfordert aber eine gültige Reisedokumentation und sollte nur über offizielle Kanäle erfolgen.

Vier weitere versteckte Juwelen im Überblick

Um unsere Top 7 zu vervollständigen, stellen wir Ihnen vier weitere Inseln vor, die jeweils einen einzigartigen Charakter haben und ideal für Reisende sind, die die Inseln abseits des Mainstreams erkunden möchten.

Koufonisia: Karibisches Wasser in den Kykladen

Koufonisia ist eigentlich eine Inselgruppe, bestehend aus Pano Koufonisi (bewohnt) und Kato Koufonisi (kaum bewohnt). Pano Koufonisi ist winzig – man kann die Insel zu Fuß umrunden. Sie ist berühmt für ihr unglaublich türkisfarbenes Wasser, das oft mit der Karibik verglichen wird.

  • Fokus: Baden, Schwimmen, Entspannen. Perfekt für Familien oder Paare, die absolute Ruhe und Strandtage suchen.
  • Aktivitäten: Wandern entlang der Küste zu Stränden wie Pori und Gala.
  • Anreise: Über Naxos oder Paros (mit häufigen Fährverbindungen).

Serifos: Rau, charmant und leicht erreichbar

Serifos, ebenfalls eine Insel der westlichen Kykladen, liegt relativ nah an Athen und ist daher leicht mit der Fähre von Piräus zu erreichen. Dennoch wird sie oft übersehen. Sie ist rau, hügelig und bietet eine beeindruckende Chora, die wie ein Amphitheater über dem Hafen (Livadi) thront.

  • Fokus: Ursprünglichkeit und Wandern. Die Strände (z.B. Psili Ammos) sind sandig und kinderfreundlich.
  • Atmosphäre: Sehr entspannt, mit einer charmanten Mischung aus einfachen Pensionen und guten Tavernen.

Sifnos: Gourmeterlebnis der Ägäis

Sifnos ist bekannt für ihre traditionelle Keramik und vor allem für ihre hervorragende Küche. Die Insel gilt als die kulinarische Hauptstadt der Kykladen. Hier wurde der berühmte griechische Koch Nikolaos Tselementes geboren, dessen Kochbuch noch heute in vielen griechischen Haushalten zu finden ist.

  • Fokus: Gastronomie und Kultur. Probieren Sie unbedingt die lokalen Eintöpfe (Mastelo).
  • Sehenswert: Das malerische Dorf Kastro und die vielen Klöster, die über die Insel verteilt sind.
  • Praktisch: Gute Fährverbindungen nach Athen und zu den Nachbarinseln.

Anafi: Die spirituelle Abgeschiedenheit

Anafi ist das abgelegenste Eiland der Kykladen, direkt östlich von Santorin gelegen. Sie ist ideal für jene, die wirklich abschalten möchten. Der Tourismus ist hier minimal, das Leben sehr einfach und die Landschaft wild. Anafi ist ein beliebtes Ziel für Camper und Naturisten.

  • Fokus: Ruhe, Meditation, Natur. Die Energie der Insel ist einzigartig.
  • Wahrzeichen: Der Monastiri (Kloster) auf dem Kalamos-Felsen, einer der größten Monolithen des Mittelmeerraumes.
  • Herausforderung: Die Fährverbindungen sind selten und oft langwierig (bis zu 12 Stunden von Piräus).

Die ultimative Reiseplanung: Schritte zum Inselhüpfen

Das Inselhüpfen (Island Hopping) in Griechenland erfordert eine sorgfältige Planung, besonders wenn Sie sich für die kleineren, abgelegeneren Inseln entscheiden. Die Logistik ist der Schlüssel zum Erfolg, um unnötigen Stress und Zeitverlust zu vermeiden.

Fähren und Tickets: Buchen Sie richtig

Die Fähre ist das Lebenselixier des griechischen Archipels. Für Ihre Reiseplanung müssen Sie zwischen zwei Haupttypen von Fähren wählen:

  1. Reguläre Fähren (z.B. Blue Star Ferries): Langsamer, günstiger, bieten große Stabilität (wichtig bei stürmischer See) und sind ideal für längere Nachtfahrten.
  2. High-Speed-Fähren (z.B. Seajets, Hellenic Seaways): Sehr schnell, aber teurer, empfindlicher gegen Wind und bieten weniger Freiraum an Deck.

Planungstipp: Nutzen Sie Online-Buchungsportale, um Routen zu recherchieren, aber buchen Sie Tickets oft am besten direkt bei der Fährgesellschaft. Im Frühling oder Herbst können Sie Tickets auch noch kurz vor der Abfahrt im Hafenbüro kaufen. In der Hochsaison (Juli/August) sollten Sie unbedingt Wochen oder Monate im Voraus buchen, besonders wenn Sie ein Auto mitnehmen möchten.

Achtung Meltemi: Informieren Sie sich immer kurz vor der Abfahrt über die Wettervorhersage. Starke Winde können zur Annullierung von High-Speed-Fähren führen. Planen Sie immer einen Puffertag am Ende Ihres Urlaubs ein, falls Ihre Rückreise zum Flughafen verspätet ist.

Budgetplanung: Was kostet das Inselglück?

Die Kosten für eine Reise zu den kleinen griechischen Inseln variieren stark je nach Saison und Komfortanspruch. Hier eine allgemeine Übersicht der durchschnittlichen Kosten (pro Person und Tag):

  • Unterkunft (Mittelklasse, B&B/Studio): 60 € – 120 € pro Nacht.
  • Verpflegung (Taverne): Eine Mahlzeit kostet in einer einfachen Taverne 15 € – 25 €. In den kleinen Dörfern ist es oft günstiger als im Hafen.
  • Fähren: Hochgeschwindigkeitsfähren sind teuer (z.B. Athen nach Folegandros: 80 € – 120 €). Normale Fähren sind günstiger (40 € – 60 €).
  • Mietwagen/Roller: Je nach Insel und Saison 30 € – 50 € pro Tag (oft nur auf den größeren kleinen Inseln wie Sifnos notwendig).

Die kleinen Inseln bieten oft weniger Budget-Optionen (z.B. große Hostels) als die Zentren, weshalb das Tagesbudget selten unter 100 € bis 150 € fällt, wenn man Unterkunft und Transport einrechnet.

Gesundheit und Sicherheit auf den Inseln (YMYL)

Griechenland gilt generell als sehr sicheres Reiseland. Die kleinen Inseln sind sogar noch sicherer, da die Kriminalitätsrate äußerst gering ist. Trotzdem sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  • Medizinische Versorgung: Abgelegene Inseln wie Kastellorizo oder Anafi verfügen oft nur über eine kleine Erste-Hilfe-Station oder einen Allgemeinmediziner, jedoch nicht über Krankenhäuser. Bei ernsteren Notfällen muss der Patient per Helikopter auf eine größere Insel (z.B. Rhodos oder Kreta) transportiert werden. Schließen Sie unbedingt eine umfassende Auslandskrankenversicherung ab.
  • Hydration und Hitze: Im Hochsommer ist es unerlässlich, stets ausreichend Wasser zu trinken und die Mittagshitze zu meiden, besonders beim Wandern.
  • Sonnenschutz: Die Ägäis-Sonne ist extrem intensiv. Nutzen Sie hochwirksame Sonnencreme, auch im späten Frühling oder frühen Herbst.

Reisepapiere: Für Bürger der DACH-Länder genügt der Personalausweis. Vergewissern Sie sich jedoch, dass dieser noch mindestens sechs Monate gültig ist. Halten Sie sich immer über die aktuellen Reisehinweise Ihres Außenministeriums auf dem Laufenden.

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Fazit: Ihr Wegweiser zu den authentischen griechischen Inseln

Die Entscheidung, die ausgetretenen Pfade von Santorini und Mykonos zu verlassen und die kleineren griechischen Inseln zu erkunden, ist eine Entscheidung für mehr Authentizität, Ruhe und ein tieferes kulturelles Erlebnis. Ob Sie sich für die elegante Abgeschiedenheit von Folegandros, die schmetterlingsförmige Ruhe von Astypalea oder die malerische Isolation von Kastellorizo entscheiden – Sie werden belohnt mit unvergesslichen Momenten.

Die Planung erfordert etwas mehr Sorgfalt und Flexibilität, insbesondere in Bezug auf die Fährverbindungen und die begrenzten Unterkunftsangebote. Doch gerade diese Herausforderungen tragen dazu bei, dass diese Inseln ihren einzigartigen, ursprünglichen Charme bewahren konnten.

Wir hoffen, dieser tiefgehende Blick auf Folegandros, Astypalea, Kastellorizo und Co. hat Sie inspiriert, den Anker auf einer dieser stillen Perlen zu werfen. Packen Sie Ihren Koffer, buchen Sie das Fährticket und tauchen Sie ein in das echte, ungeschminkte Griechenland. Die Ägäis wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu kleinen griechischen Inseln

Wie viel Zeit sollte ich für eine kleine griechische Insel einplanen?

Da die An- und Abreise zu kleineren Inseln oft zeitaufwendig ist, empfehlen wir mindestens 4 bis 5 volle Tage pro Insel, um wirklich zur Ruhe zu kommen und alle Hauptsehenswürdigkeiten zu erkunden. Für eine entspannte Reiseplanung beim Inselhüpfen sollten Sie mindestens 10 bis 14 Tage für zwei bis drei Inseln einplanen.

Welche kleinen Inseln sind am besten für das erste Inselhüpfen geeignet?

Für Anfänger eignen sich Inseln mit guter Anbindung an ein internationales Drehkreuz, aber dennoch ruhigem Charakter. Empfehlenswert sind die Inseln der westlichen Kykladen wie Sifnos und Serifos, da sie relativ schnell von Piräus (Athen) aus erreichbar sind und gute Frequenz bei den Fährverbindungen bieten.

Brauche ich auf kleinen Inseln einen Mietwagen?

Auf sehr kleinen Inseln wie Koufonisia oder Folegandros (Chora und Hafen sind gut per Bus verbunden) ist ein Mietwagen nicht zwingend notwendig. Auf größeren, langgezogenen Inseln wie Astypalea oder Serifos ist ein Mietwagen oder Roller jedoch sehr ratsam, um entlegene Strände und Klöster ohne lange Fußmärsche zu erreichen.

Sind die kleinen Inseln teurer als die großen Inseln?

Die Preise für Unterkünfte und Restaurants sind oft vergleichbar mit den großen, weniger touristischen Inseln (wie Naxos). Die Hauptkostenfaktoren sind die langen und teuren Fährverbindungen oder Inlandsflüge, da diese seltener und daher teurer sind als die kurzen Verbindungen zu den Hotspots.

Was sind die Hauptunterschiede zwischen Folegandros und Astypalea?

Folegandros ist klassisch zykladisch: extrem karg, dramatische Klippen und eine kompakte, spektakuläre Chora. Astypalea, der “Schmetterling”, ist geografisch diverser, besitzt eine einzigartige Mischung aus Kykladen- und Dodekanes-Architektur und ist logistisch abgelegener. Folegandros ist ideal für Ästheten, Astypalea für jene, die weite Landschaften suchen.

Was sollte ich beim Reisen in der Kykladen-Hauptsaison beachten?

In der Hauptsaison (Juli/August) sollten Sie Fährtickets und Unterkünfte im Voraus buchen (4–6 Monate). Seien Sie auf starke Winde (Meltemi) vorbereitet, die Fährpläne stören können. Reisen Sie mit Flexibilität und planen Sie stets einen Puffertag für die Heimreise ein.

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